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München überholt Berlin bei der Nutzung von Elektrofahrzeugen
Auto von vorn ©Gerald Kaufmann
  • 07. April 2024

München überholt Berlin bei der Nutzung von Elektrofahrzeugen

Von Brie Amadi

Trotz seines Rufs als Hauptstadt der technologischen Innovation und des Fortschritts hinkt Berlin bei der Akzeptanz von Elektrofahrzeugen (EVs) hinter München her. Stand Januar 2023 führt die bayerische Stadt in Deutschland mit über 24.900 registrierten EVs. Berlin und Hamburg folgen dicht dahinter, mit Zahlen von etwa 24.930 und 20.600 Elektrofahrzeugen.

Dieser Artikel beleuchtet die unterschiedlichen Akzeptanzraten von EVs in München und Berlin und geht möglichen Erklärungen nach: Warum führt die Hauptstadt nicht den Übergang zur Elektromobilität an?

Münchens Führung bei der Akzeptanz von EVs

Münchens Spitzenposition in der Beliebtheit von EVs ist kein bloßes Einzelereignis - es ist das Ergebnis vorausschauender Politik und eines gemeinsamen Einsatzes für nachhaltige Mobilität. Deutschlands bayerisches Zentrum scheint besser aufgestellt, um die richtigen Bedingungen für den Erfolg von EVs zu erfüllen.



Dominic Wyatt, Automobil-Experte der International Drivers Association, bringt es so auf den Punkt: „Damit Elektrofahrzeuge populär werden, braucht es eine zugängliche Ladeinfrastruktur, staatliche Anreize und eine öffentliche Einstellung, die offen für die Einführung neuer Technologien ist. München fördert diese Faktoren.“

Um weiter zu verdeutlichen, warum München so weit voraus ist, hier einige zusätzliche Punkte:

  • Proaktive Regierungspolitik und Anreize: Die lokale Regierung von München hat sich aktiv für die Förderung der Elektromobilität eingesetzt. Sie bietet eine Reihe von Anreizen, einschließlich Zuschüssen und Rabatten für den Kauf von Elektrofahrzeugen. Dies senkt die anfänglichen Kosten beim Kauf eines EVs erheblich.
  • Robustes Ladenetzwerk: In München gibt es viele Orte, an denen Elektroautos aufgeladen werden können. In der Stadt gibt es etwa 1.103 Stellen, an denen Sie Ihr Auto aufladen können, das ist mehr als in Hamburg oder Berlin.
  • Präsenz großer Automobilunternehmen: Die Automobilriesen in München spielen eine entscheidende Rolle. Ihr Engagement für den Übergang zur Elektromobilität führt zu einem besseren Markt für EVs - sie bieten eine breite Palette von Modellen zur Auswahl.

Das Berliner Dilemma: Warum der Rückstand?

Trotz seiner Position als Hotspot für Technologie und Innovation hinkt Berlin bei der Akzeptanz von EVs hinterher. Es gibt dafür mehrere Gründe, wie Dominic Wyatt von der International Drivers Association darlegt:

  • Verzögerte Infrastrukturentwicklung: Ein Großteil des städtischen Ladenetzwerks ist noch in der Entwicklung und soll bis 2030 in Betrieb sein, was potenzielle EV-Käufer zögern lassen könnte. Die sogenannte „Reichweitenangst“ bleibt bestehen.
  • Mangel an staatlichen Anreizen: Attraktive Anreize wie in München sind in Berlin nicht so aggressiv oder leicht verfügbar. Dies könnte potenzielle Käufer abschrecken, da die anfänglichen Kosten von EVs im Vergleich zu herkömmlichen Autos relativ höher sind.
  • Öffentliche Einstellung: Die Bevölkerung von Berlin könnte sich langsamer an die Elektromobilität anpassen, wahrscheinlich aufgrund einer Kombination aus wahrgenommenen Unpraktikabilitäten, einem Mangel an ausreichendem Wissen über EVs oder einfach Widerstand gegen Veränderungen.

Diese Prognosen bedeuten jedoch nicht das Ende für Berlins Hoffnungen auf eine elektrische Zukunft. „Die Realität ist, dass Elektrofahrzeuge die Zukunft des Straßenverkehrs sind“, betont Dominic Wyatt. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Berlin aufholt.“

Die Regierung Berlins kann von München lernen

Beschleunigung der Entwicklung der EV-Infrastruktur, Bereitstellung attraktiver Anreize, Verbesserung des öffentlichen Wissens über die Vorteile von EVs und Beschleunigung des Übergangs zu einer nachhaltigen Zukunft. Das Rennen ist also noch nicht vorbei - die Hauptstadt hat das Potenzial, den Abstand zu verringern, hinkt heute hinterher, könnte aber morgen in der elektrischen Revolution führend sein.

Aber was wird es brauchen, damit Berlin sich dieser Herausforderung stellt? Und noch wichtiger: Wer wird am Ende die elektrische Revolution in Deutschland anführen? Nur die Zeit wird es zeigen. Was jedoch sicher ist, wie Wyatt es zusammenfasst: „Die Zukunft der Mobilität ist elektrisch.“ Und das ist an sich schon ein Sieg.

Mehr: internationaldriversassociation.com


Ressort: Reise und Verkehr

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