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Forschungsprojekt zu Chancen des Schwarzwaldtourismus

Quelle: HTWG

Wissenschaftler der Hochschule Konstanz untersuchen Zukunft des Schwarzwaldtourismus

Der globale Klimawandel stellt die Tourismusregion Schwarzwald vor neue Herausforderungen. Ein Forschungsprojekt der HTWG Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung will Möglichkeiten aufzeigen, wie mit dem Klimawandel verbundene Risiken in Chancen gewandelt werden können. Das Besondere: Das Projekt nimmt dabei die Energiewirtschaft mit in den Fokus. In den kommenden Monaten werden die Forscher Kontakt zu den Interessengruppen vor Ort aufnehmen.

Ob in den USA, in China oder dem Ruhrgebiet: Der Schwarzwald übt seit Jahrzehnten eine hohe Anziehungskraft auf Touristen aus. Der globale Klimawandelt stellt die Schwarzwaldregion, wie viele Destinationen weltweit, jedoch vor Herausforderungen. Neue Konzepte und Geschäftsfelder und die Intensivierung der bestehenden Maßnahmen vor Ort sollen helfen, den Risiken des Klimawandels, wie zum Beispiel Schneeunsicherheit in den Wintermonaten, zu begegnen. Das Forschungsprojekt der HTWG

Konstanz hat zum einen zum Ziel, die Risiken des Klimawandels in der Region zu erfassen. Zum anderen wollen die Wissenschaftler neue, innovative Tourismuskonzepte verknüpft mit einer nachhaltigen Energieerzeugung entwickeln, die dazu beitragen können, den Schwarzwald nachhaltig für den Klimawandel zu wappnen. „Klimawandel muss im Tourismus auch als Chance begriffen werden, um Innovationspotenziale für neue Geschäftsfelder zu entwickeln“, sagt Dr. Tatjana Thimm, Professorin für Tourismusmanagement an der HTWG.

Bei ihrem Projekt können die Forscher auf bestehende Erhebungen zurückgreifen. Neu ist im aktuellen Projekt jedoch nicht nur der Fokus auf den Schwarzwald, sondern auch der Bezug zur Energiewirtschaft. Zum anderen soll auf den Erfahrungen und Bedürfnissen der Interessengruppen vor Ort aufgebaut werden. Dementsprechend ist das Forscherteam zusammengesetzt: Neben der Tourismuswissenschaftlerin und Projektkoordinatorin Prof. Dr. Tatjana Thimm arbeiten Prof. Dr. Benno Rothstein, Professor für geowissenschaftliches Ressourcenmanagement, die Geographinnen Christine Bild und Laura Müller sowie Dr. Michael Kalff, Wissenschaftler für nachhaltige Entwicklung, zusammen.

Die Schwerpunktthemen werden nach Gesprächen mit Interessensgruppen vor Ort festgelegt. „Wir gehen davon aus, dass der Fahrradtourismus, aber auch zum Beispiel der Bergwerktourismus betrachtet werden“, sagt Dr. Michael Kalff. Prof. Dr. Benno Rothstein weist darauf hin, dass der Einsatz regenerativer Energien nicht nur aus ökologischer Sicht zu betrachten sei, sondern profilbildend für die Tourismusregion werden könnte, schließlich gebe es Touristen, die extra zur Besichtigung von Anlagen nachhaltiger Energieproduktion anreisen.

Das Projekt ist auf eineinhalb Jahre angelegt. Es wird von der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg LUBW (KLIMOPASS) gefördert. Es leistet auch einen Beitrag zur wissenschaftlichen Nachwuchsförderung: So erarbeitet Laura Müller ihre Doktorarbeit zu einem energiewirtschaftlichen Thema. Sie wird vor allem das Thema Auf- und Ausbau netzgebundener Infrastrukturen (zum Beispiel Energiegenossenschaften) bearbeiten und ihre Übertragbarkeit auf touristische Akteure wie Hotels, Liftanlagenbetreiber oder kulturelle Einrichtungen untersuchen.

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