Regionalportal und Internetzeitung für Pressemeldungen!

 

Glyphosat hat in der Nahrungskette nichts zu suchen

In den nächsten Monaten werden die Behörden sowohl in der Schweiz wie auch in der EU über die weitere Zulassung von Glyphosat entscheiden. Die WHO hat das weltweit am meisten eingesetzte Herbizid als wahrscheinlich krebserregend eingestuft. Die Kalifornische Umweltbehörde will es sogar als krebserregend einstufen.

Doch damit nicht genug: Untersuchungen der Universität Leipzig machen das Herbizid auch für missgebildete Ferkel und Mangelerkrankungen bei Rindern verantwortlich. Zudem bringen sie weitere schwere gesundheitliche Probleme beim Menschen mit Glyphosat in Verbindung. Ein weiterer Glyphosat-Einsatz[1] ist unter diesen Umständen nicht zu verantworten.Glyphosat stelle ein vernachlässigbares gesundheitliches Risiko dar, beschwichtigen die deutschen und Schweizer Behörden bisher. Dem widerspricht die emeritierte Professorin Dr. Monika Krüger (67) in einem Interview mit ÖKOSKOP[2]. Die ehemalige Direktorin des Instituts für Bakteriologie und Mykologie der veterinärmedizischen Fakultät an der Universität Leipzig nennt Glyphosat im Zusammenhang mit schweren Missbildungen bei Ferkeln. Sie stellt zudem beim Menschen einen Zusammenhang zu Autismus, Fettsucht, Demenz, Zöliakie, Morbus Crohn, Nierenversagen, Krebs sowie eingeschränkter Fruchtbarkeit her.

Zulassungsbehörden beurteilen nur, was die Firmen einreichen

Missgebildetes Ferkel wegen Glyphosat - Foto: Monika KrügerKrüger kritisiert die Zulassungsbehörden scharf: Diese würden keine eigenen Untersuchungen vornehmen, sondern nur beurteilen, was ihnen die Firmen in ihren Zulassungsgesuchen einreichen. Das sind in der Regel toxikologische Studien, welche über maximal 90 Tage laufen würden. Sie umfassen also weder z.B. die Teratogenität[3] noch thematisieren sie die Wirkung einer Substanz auf das Immunsystem oder auf die Margen-Darm-Flora. «Die Zulassung basiert also auf einer sehr beschränkten Abklärung», bemängelt Frau Krüger.

Es ist höchste Zeit zu handeln

Es zeigt sich immer deutlicher, dass das heutige Zulassungsverfahren für Pestizde nicht dazu geeignet sind, die Risiken adäquat einzuschätzen. Eine Verlängerung der Zulassung auf solch unvollständigen Grundlagen kommt einem unverantwortlichen Experiment an Natur und am Menschen gleich. AefU, Greenpeace und SKS fordern deshalb mit einer Petition ein Verbot von Glyphosat. Zudem fordern die Organisationen im Sinne des Vorsorgeprinzips konkrete Reduktionsmassnahmen für alle Pestizide im Rahmen des nationalen Aktionsplanes Pestizide.

In den nächsten Monaten werden die Behörden sowohl in der Schweiz wie auch in der EU über die weitere Zulassung von Glyphosat entscheiden. Die WHO hat das weltweit am meisten eingesetzte Herbizid als wahrscheinlich krebserregend eingestuft. Die Kalifornische Umweltbehörde will es sogar als krebserregend einstufen. Doch damit nicht genug: Untersuchungen der Universität Leipzig machen das Herbizid auch für missgebildete Ferkel und Mangelerkrankungen bei Rindern verantwortlich. Zudem bringen sie weitere schwere gesundheitliche Probleme beim Menschen mit Glyphosat in Verbindung. Ein weiterer Glyphosat-Einsatz[1] ist unter diesen Umständen nicht zu verantworten.

Glyphosat stelle ein vernachlässigbares gesundheitliches Risiko dar, beschwichtigen die deutschen und Schweizer Behörden bisher. Dem widerspricht die emeritierte Professorin Dr. Monika Krüger (67) in einem Interview mit ÖKOSKOP[2]Die ehemalige Direktorin des Instituts für Bakteriologie und Mykologie der veterinärmedizischen Fakultät an der Universität Leipzig nennt Glyphosat im Zusammenhang mit schweren Missbildungen bei Ferkeln. Sie stellt zudem beim Menschen einen Zusammenhang zu Autismus, Fettsucht, Demenz, Zöliakie, Morbus Crohn, Nierenversagen, Krebs sowie eingeschränkter Fruchtbarkeit her.

Zulassungsbehörden beurteilen nur, was die Firmen einreichen

Krüger kritisiert die Zulassungsbehörden scharf: Diese würden keine eigenen Untersuchungen vornehmen, sondern nur beurteilen, was ihnen die Firmen in ihren Zulassungsgesuchen einreichen. Das sind in der Regel toxikologische Studien, welche über maximal 90 Tage laufen würden. Sie umfassen also weder z.B. die Teratogenität[3] noch thematisieren sie die Wirkung einer Substanz auf das Immunsystem oder auf die Margen-Darm-Flora. «Die Zulassung basiert also auf einer sehr beschränkten Abklärung», bemängelt Frau Krüger.

Es ist höchste Zeit zu handeln

Es zeigt sich immer deutlicher, dass das heutige Zulassungsverfahren für Pestizde nicht dazu geeignet sind, die Risiken adäquat einzuschätzen. Eine Verlängerung der Zulassung auf solch unvollständigen Grundlagen kommt einem unverantwortlichen Exper  iment an Natur und am Menschen gleich. AefU, Greenpeace und SKS fordern deshalb mit einer Petition ein Verbot von Glyphosat. Zudem fordern die Organisationen im Sinne des Vorsorgeprinzips konkrete Reduktionsmassnahmen für alle Pestizide im Rahmen des nationalen Aktionsplanes Pestizide.

Tags: Glyphosat

Kommentare powered by CComment

Flugtaxis in deutschen Großstädten – gibt es keine anderen drängenden Probleme?

Mär 22, 2019
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer denkt an die Zukunft. So jedenfalls gab er sich vor einigen Tagen in Ingolstadt, als er der Vorstellung des ersten (noch flugunfähigen) Modells der Firma Airbus…

Azteken - Vortrag im Museum zu Allerheiligen im Februar

Feb 07, 2019
Sonnenstein
Donnerstag, 28. Februar 2019, 18:30 Uhr im Museum zu Allerheiligen SchaffhausenMenschenopfer bei den Azteken - alte Riten oder moderne Mythen?mit Dr. Peter Hassler, Altamerikanist in St. Gallen Immer…

VIER PFOTEN eröffnet neues Bärenschutzzentrum in Vietnam

Mär 08, 2019
Bär in Hängematte - ©VIER PFOTEN
Hamburg – Die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN eröffnete am 7. März offiziell ihren BÄRENWALD Ninh Binh in Vietnam. Das in der Provinz Ninh Binh gelegene neue Bärenschutzzentrum…

„Bürger dürfen nicht stärker belastet werden!“

Jun 17, 2019
Sparen oft schwieriger als man denkt . . .
BdSt-Präsident Reiner Holznagel zum Koalitionstreffen / „Länder und Kommunen müssen ihre Möglichkeiten bei der Grundsteuer nutzen!“ / Und: „Soli-Aus muss für alle kommen!“ Nach dem Koalitionstreffen…

se:fit bringt Bewegung ins Büro

Feb 26, 2019
se:fit für Mobilität im Büroalltag
Dogern (Landkreis Waldshut) – Bewegung ist nicht nur gut für den Körper, Bewegung beflügelt auch den Geist. Sedus se:fit ermöglicht vitales, aktives Sitzen und Lehnen – am Stehpult, am Schreibtisch…

Verwaltungsportal „SV bAVnet“ ist online

Jan 29, 2019
XBAV Laptopbild bAVnet
die SV SparkassenVersicherung erweitert in Zusammenarbeit mit xbAV ihre digitalen Services im Bereich der bAV. Lesen Sie hier gemeinsame Presseerklärung der SV und XbAV: Verwaltungsportal „SV bAVnet“…

Temperaturen um 40 Grad nicht ausgeschlossen

Jun 19, 2019
Kühle Plätze werden begehrt, der Juni endet heiß. ©WetterOnline
Die Berechnungen verschiedener Wettermodelle zeigen große Hitze für die nächste Woche. Im ganzen Land sind dann Spitzenwerte von 30 bis 35 Grad möglich. Nach einzelnen noch extremeren Berechnungen…

HTWG richtet Fokus auf China und Europa

Mär 19, 2019
die Europa
Sommersemester startet mit 396 Studienanfängern - Hochschule lädt zu öffentlichen Veranstaltungen ein „Herzlich willkommen!“, hieß es für 396 Erstsemester zum Start des Sommersemesters an der HTWG…

Schlechte Grundwassersituation am Oberrhein

Apr 29, 2019
Wasserhahn in der Landschaft
Eine umfassende, aufwendige, grenzüberschreitende Studie "GRENZÜBERSCHREITENDE BESTANDSAUFNAHME DER GRUNDWASSERQUALITÄT IM OBERRHEINGRABEN", die in den Medien erstaunlicherweise fast keine Resonanz…

Hochwassergefahr steigt deutlich an

Mai 20, 2019
Anhaltende und kräftige Regenfälle können in den kommenden Tagen an Flüssen und Bächen zu Hochwasser führen. ©WetterOnline
Unwetter-Tief Axel hat in einigen Landesteilen heftige Gewitter im Gepäck. Besonders in der Mitte und im Süden droht anhaltender Starkregen mit Überschwemmungen. Gewaltige Regenmengen am Dienstag In…

Die Schweizer Atomanlagen - Infoveranstaltung zu den möglichen Auswirkungen für Deutschland

Jun 22, 2019
Am 09. Juli 2019 findet um 18.00 Uhr im Kreistagssaal des Landratsamtes Waldshut eine öffentliche Info-Veranstaltung zum Thema „Kerntechnische Anlagen – Mögliche Auswirkungen auf Deutschland“ statt.…
Immobilien am Hochrhien
Jun 21, 2018 2925

Immobilien am Hochrhein

Das Topthema seit langen Zeiten ist das Wohnen zwischen Basel und Konstanz. Wohnen und…
Megaphone
Aug 23, 2018 13676

Ihr Artikel bei uns!

Weit gestreute Pressemeldungen und Inhalte bleiben im Trend. Schließlich kann man die…
rakete sceene
Aug 09, 2017 7659

Web-Content & Web-System

Joomla und andere Content Management Systeme stehen für Einfachheitaber auch für…
joyetech-ego-aio-silber
Mai 12, 2019 4428

Sind POD-Systeme die Zukunft der E-Zigarette?

Klein, handlich und komfortabel in der Anwendung - das sind die Eigenschaften, mit denen…
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok