Zum Hauptinhalt springen
Regionalportal und Internetzeitung für Pressemeldungen!
Partnerschaft ZMF x Haufe-Group
Mai 15, 2026

Haufe Group wird Hauptsponsor des ZMF

Starke Partnerschaft für die Freiburger Kultur: Die Haufe Group unterstützt das Zelt-Musik-Festival künftig als Hauptsponsor und gibt dem…
Mai 18, 2026

Oldtimer im Zentrum des Geschehens

Die ADAC Carculture brachte die Begeisterung für klassische Fahrzeuge ins Motorworld Village Metzingen Großer Jubel bei der Zieleinfahrt…
Juni 23, 2026

Don Toliver kündigt Nitrous an

Neue Termine für Octane World Tour in Nordamerika, Europa und UK nach überwältigender Fan-Nachfrage und einer ausverkauften ersten…
Aufgedeckt: „Monsterfüchse“ leiden auf finnischen Pelzfarmen
„Monsterfüchse“ leiden auf finnischen Pelzfarmen
  • 01. September 2017

Aufgedeckt: „Monsterfüchse“ leiden auf finnischen Pelzfarmen

Von Deutsches Tierschutzbüro e.V.

Fell wird auch in Deutschland verkauft

Berlin - Vor wenigen Tagen hat die Finnische Tierrechtsorganisation „Oikeutta eläimille“ erschreckende Videoaufnahmen von sogenannten „Monsterfüchsen“ veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen Füchse in engen Käfigen, die sich kaum bewegen können. „Die Tiere sind so gezüchtet, dass sie unglaublich viel Fell und Fettfalten ansetzen, darunter leiden die Füchse massiv“, empört sich Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Tierschutzbüros e.V.

Das ist das erste Mal, dass solche Aufnahmen in die Öffentlichkeit geraten. „Ich habe schon sehr viele Pelzfarmen gesehen, aber solche „Monsterfüchse“ zu züchten ist einfach nur Tierquälerei“, so Peifer. Die Tiere bekommen massive Fettfalten im Gesicht und am ganzen Körper, sodass sie krank werden und neben Mobilitätseinschränkungen auch unter schlimmen Augenentzündungen leiden müssen. Die Tiere leiden aber auch unter dem massiven Gewicht, so wiegen die Monster-Füchse um die 20 kg, in der freien Natur wiegt ein männlicher Polarfuchs gerade einmal 3,5 kg.

Laut den Aktivisten von „Oikeutta eläimille“ gibt es zwar ein finnisches Tierschutzgesetz, doch dieses ist nicht ausreichend. Hinzu kommt, dass kaum Kontrollen auf den Farmen stattfinden. Im Jahr 2014 wurde nur viermal kontrolliert. Auf Grund von Protesten wurden 2016 zwar 38 unangemeldete Kontrollen durchgeführt, doch 66 % der Kontrollen zeigten Verstöße auf. „Pro Jahr werden 4 Millionen Füchse, Nerze, Marderhunde und Iltisse alleine in finnischen Pelzfarmen gezüchtet, damit besitzt Finnland die größte Anzahl an europäischen Pelzfarmen“, so Peifer und ergänzt: „Das Land hat überhaupt kein Interesse daran, dass die Tiere artgerecht gehalten werden, letztlich geht es nur um den Profit.“

Die meisten finnischen Pelzfarmer haben sich zusammengeschlossen und vertreiben die Felle über das Auktionshaus „Saga Furs“ und so gelangen die Häute auch nach Deutschland. „Viele bekannte Marken wie Louis Vuitton, Astrid Anderson und Fendi beziehen ihre Pelze über Saga Furs und genau dort landen u.a. auch die abgezogenen Monsterfüchse“, sagt Tierrechtler Peifer.

Das Deutsche Tierschutzbüro e.V. kämpft seit Jahren gegen Pelzfarmen mit dem Ziel, dass keine Tiere mehr gequält und getötet werden. „Pelz steht für das Leiden und den Tod von Tieren“, so Peifer abschließend. In Deutschland gibt es seit Jahren schon keine Fuchsfarmen mehr, aber noch einige wenige Nerzfarmen. In anderen Ländern wie Österreich und Tschechien sind Pelzfarmen bereits verboten.


Ressort: Energie und Umwelt

Weitere Nachrichten