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Nordrhein-Westfalen: 13 Gewinnergruppen für natur­nahes Gärtnern in Berlin prämiert
Aus Nordrhein-Westfalen, Aachen: Platz 1, Kategorie „Schulgärten“, Projekt „Vielfalt im Schulgarten fördern“ ©Amos Comenius Gymnasium Aachen
  • 18. September 2023

Nordrhein-Westfalen: 13 Gewinnergruppen für natur­nahes Gärtnern in Berlin prämiert

Von Ann-Kathrin Scheuerle | Stiftung für Mensch und Umwelt

Bundesweiter Deutschland summt!-Pflanzwettbewerb würdigt Aktionen zur Förderung der biologischen Vielfalt

am vergangenen Samstag ehrte die Berliner Stiftung für Mensch und Umwelt die Gewinner*innen ihres Deutschland summt!-Pflanzwett­bewerbs 2023. Über 130 Gäste folgten der Einladung in die Parkanlage „Gärten der Welt“, wo sie Urkunden, Geld- und Sachpreise für ihr Engagement entgegen­nahmen. Insge­samt waren 489 Beiträge in zehn Kategorien registriert. Aus Nord­rhein-Westfalen kamen mit 105 Beiträgen die mit Abstand meisten Einsendungen eines Bundeslandes. Bayern folgt mit 69 Beiträgen. Zu den Gewinner*innen zählt das Amos Comenius Gymnasium aus Aachen, das mit seinem Projekt „Vielfalt im Schulgarten fördern“ den 1. Platz in der Kategorie „Schulgärten“ belegte. Insge­samt gingen beim diesjährigen Wettbewerb insektenfreundliche Flächen von ca. 84 Hektar ein. Davon wurden ca. 70 Hektar neu angelegt, 14 Hektar gehörten zur Kategorie „Bestehende Naturgärten (ohne Pflanzaktionen)“.

Neben den Gründern der auslobenden Stiftung für Mensch und Umwelt, Dr. Corinna Hölzer und Cornelis Hemmer, würdigten Julia Sander, Wettbewerbskoordinatorin, und Sabine Platz, ZDF-Reporterin und diesjährige Schirmfrau, das Engagement aller Beteiligten. Die Gewinner*innen zeigten sich gerührt von der Wertschätzung ihrer Arbeit. „Das bienenfreundliche Gärtnern im Wettbewerbsformat ist ein voller Erfolg. Wir sehen Firmengelände, Kitagärten, Schulgärten, Kleingartenparzellen und Privatgärten, in denen sich viele Menschen gemeinsam beteiligen, um sie in lebendige Oasen für Mensch und Tier zu verwandeln. So verbinden wir die notwendige Verbreitung von Wissen über Wild­bienen und Naturgärten mit viel Freude und Gemeinschaftsgeist. Es ist wunderbar, wie viele Menschen sich für die bedrohten Insekten ins Zeug legen und auch andere für die Sache begeistern“, so Sander.

Insgesamt wurden Geld- und Sachpreise im Wert von über 10.000,- Euro vergeben. Ein wesentlicher Aspekt des Wettbewerbs ist es, den Funken der Begeisterung weiterzu­tragen. Daher sind alle Projektbeteiligen dazu aufgerufen, neben ihrer Pflanzaktion auch Infoarbeit vor Ort zu leisten. Ob Social-Media-Post, Gartenführung oder Zeitungsartikel: Die Teilnehmer*innen konnten ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Sinn und Zweck der Kommunikation ist, das Wissen über naturnahes Gärtnern zu vermehren und damit die biologische Vielfalt weiter zu fördern. Das ist wichtig, vor allem auch angesichts des dramatischen Insektenrückgangs.

Zahlen und Fakten zum diesjährigen Wettbewerb

Die fleißigsten Teilnehmer*innen waren in diesem Jahr die „Schul- und Jugendclub-Gärten“ mit insgesamt 109 Beiträgen. Es folgen „Kita- und Kindergartengärten“ (80) sowie „Privat­gärten und Gärten von Mietwohnungen, klein“ (59). Zu diesem Ergebnis hat vermutlich auch die Kräuterkids-Aktion zum Start des Wettbewerbs beigetragen. Dabei vergab die Stiftung für Mensch und Umwelt 100 kostenfreie Kräuterpakete an teilneh­mende Kita-, Schul- und Jugendgruppen. Die meisten Beiträge gingen aus Nordrhein-Westfalen (105), Bayern (69) und Niedersachsen (65) ein. Bei den ca. 84 Hektar handelt es sich hauptsächlich um insektenfreundliche Neupflanzungen (ca. 70 Hektar).

Hintergrund
Mehr als die Hälfte der ca. 600 heimischen Wildbienen-Arten sind in ihrem Bestand bedroht. Die Insekten sind gefährdet, weil Nistplätze und Nahrung fehlen. Dem wirkt Deutschland summt! erfolgreich entgegen. Seit dem Wettbe­werbsstart vor acht Jahren freuen sich Bienen & Co. über ca. 359 Hektar Blühangebot – ein Ergebnis von insgesamt ca. 41.790 involvierten Bienen- und Gartenfreund*innen. Darunter sind einige Beteiligte, die sich mehrfach beim inzwischen renommierten Wettbewerb engagierten.




Ressort: Energie und Umwelt

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