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Nach Grenzlockerungen: Illegaler Welpenhandel nimmt zu

illegale Welpen © VIER PFOTEN

Hamburg – Zum Tag des Hundes am 8. Juni ruft VIER PFOTEN die Bundesregierung auf, gesetzliche Regelungen zu schaffen, um den illegalen Welpenhandel auf Online-Portalen zu beenden. Coronabedingte Grenzschließungen sowie schärfere Kontrollen haben den illegalen Welpenhandel aus Osteuropa, der hauptsächlich über Online-Plattformen abgewickelt wird, in den letzten Wochen massiv behindert. Während dieser Zeit hat VIER PFOTEN einen starken Rückgang von Verkaufsanzeigen für Welpen von bis zu 78,3 Prozent auf Online-Portalen beobachtet. Im Zuge der Grenzöffnungen zeichnet sich nun erneut ein Anstieg von Inseraten für Hunde auf Kleinanzeigen-Portalen ab. Die globale Tierschutzstiftung fordert die Politik nachdrücklich auf, Gesetze einzuführen, um den Online-Handel mit Tieren sicherer zu machen.

„Damit Händler ab sofort zurückverfolgt und erst gar keine Tiere online verkaufen können, muss es endlich eine sichere Rückverfolgbarkeit geben. Das Bundesministerium mit Julia Klöckner an der Spitze muss handeln. Es muss verbindliche Gesetze für alle Online-Plattformen geben, damit Händler identifiziert werden können – zum Schutz der Verbraucher, der Tierheime, von seriösen Anbietern, aber vor allem zum Schutz von Millionen Tieren!“, sagt Daniela Schneider, Kampagnenverantwortliche für Heimtiere bei VIER PFOTEN.

Rückgang um bis zu 78,3 Prozent: Coronamaßnahmen behindern illegalen Welpenhandel

Im Rahmen der Corona-Pandemie wurden auch die Grenzen zwischen europäischen Mitgliedsstaaten geschlossen und der Verkehr streng kontrolliert. Illegale Welpenhändler hatten es schwer, die in osteuropäischen Hundefabriken produzierten Welpen über die deutsche Grenze zu schaffen. Auch, wenn vereinzelt Transporter ins Land gelangt sind, ist der kriminelle Handel mit Welpen dennoch vorübergehend eingebrochen. Dies zeigt sich an den Beobachtungen, die VIER PFOTEN in den vergangenen Monaten bei der Anzahl der Hundeanzeigen auf Online-Portalen wie ebay Kleinanzeigen und Quoka.de machen konnte: Auf der Plattform Quoka.de sanken die Verkaufsanzeigen allein für Welpen um bis zu 78,3 Prozent. Im Schnitt ging die Zahl der Inserate für Hunde auf den beiden Kleinanzeigen-Portalen insgesamt um 24,2 Prozent zurück.

Online-Welpenhandel nimmt wieder Fahrt auf

Bereits in den ersten zwei Wochen nach Lockerung der Grenzschließungen zeichnete sich ein direkter Anstieg für Hunde-Verkaufsanzeigen im Internet ab. Insbesondere Trendhunderassen werden verstärkt angeboten. Auf ebay Kleinanzeigen stieg die Zahl für Französische Bulldoggen um 18,9 Prozent, für Möpse sogar um 22,2 Prozent.

„Diese Zahlen verdeutlichen, dass ein Großteil des illegalen Tierhandels auf Online-Plattformen stattfindet und dass viele Tiere aus dem Ausland kommen. Seit die Grenzen nicht mehr so streng kontrolliert werden, blüht der illegale Handel mit Welpen neu auf. Gerade erst in dieser Woche haben Berliner Zollbeamte wieder sechs Welpen aus einem rumänischen Kleintransporter befreit und beschlagnahmt“, so Schneider.

Der illegale Welpenhandel boomt auf Online-Portalen

Der Handel mit häufig viel zu jungen und oft kranken Welpen floriert im Internet. Unter dramatischen Bedingungen werden Hunde in Welpenfabriken in Polen, Tschechien, Bulgarien und anderen osteuropäischen Ländern vermehrt. Auf Online-Portalen können kriminelle Händler einfach Hunde anonym anbieten und verkaufen, weil es bislang keine Verifizierungspflicht für Verkäufer auf Kleinanzeigen-Portalen gibt. VIER PFOTEN hat ein Modell erarbeitet, um den Online-Handel mit Tieren zu regulieren und Händler zuverlässig identifizieren und die Herkunft der Tiere rückverfolgen zu können.

 

Informationen zur VIER PFOTEN Modelllösung finden Sie hier.

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