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Ranking: So viel BIP investieren Länder für "Made in Germany"

Container Hafen

Berlin – Deutschland erzielte 2016 als Exportweltmeister mit über 170 Handelspartnern einen Handelsbilanzüberschuss. Das heißt: Diese Nationen gaben mehr Geld für deutsche Importwaren aus, als sie eigene Waren nach Deutschland exportierten. Doch welchen Anteil haben diese Handelsdefizite eigentlich an der jeweiligen Wirtschaftsleistung (BIP)? Oder anders: Welches Land gibt gemessen an seiner Wirtschaftsleistung denn wirklich das sprichwörtlich “letzte Hemd” für deutsche Waren her? Das hat nun der Finanzdienstleister Vexcash (www.vexcash.com) für 192 Länder untersucht. Spitzenreiter: Die Marshallinseln – das Bilanzdefizit mit Deutschland entspricht fast 95 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Doch längst nicht jede Bilanz fällt so eindeutig aus.

Rechenbeispiel:

Das Handelsbilanzdefizit der USA mit Deutschland lag 2016 bei 48,96 Milliarden Euro.
Das Bruttoinlandsprodukt der Staaten lag im gleichen Zeitraum bei 15,67 Billionen Euro.
Damit entspricht das Handelsdefizit der USA nur 0,31 Prozent der eigenen Wirtschaftsleistung (Rang 86).

Marshallinseln, Liberia und Österreich bilden die Top 3

Die Marshallinseln belegen mit 94,66 Prozent den ersten Platz der Untersuchung. Zwar lag der deutsche Exportüberschuss bei nur 146,11 Millionen Euro, jedoch misst das Bruttoinlandsprodukt der Marshallinseln gerade einmal 154,37 Millionen Euro.
Mit weitem Abstand folgt auf Rang zwei Liberia. Beim Handel mit der Bundesrepublik verzeichnete die Nation 2016 ein Handelsdefizit von 130,8 Millionen Euro, was 7,38 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Leistung entspricht. Deutlich mehr spielte der Handel mit Österreich in die deutschen Kassen. Im vergangenen Jahr konnte die Bundesrepublik hier einen Überschuss von 21,25 Milliarden Euro erzielen. Somit lag die Defizitsquote Österreichs bei immerhin 6,52 Prozent des Bruttoinlandsprodukt (352,92 Mrd. Euro).
Estland (1,02 Mrd. Euro; 5,25 Prozent/BIP) und die Vereinigten Arabischen Emirate (13,56 Mrd. Euro; 4,62 Prozent/BIP) komplettieren die Top 5.

Diese Staaten kratzen am deutschen BIP

2016 verbuchte die Bundesrepublik mit insgesamt 64 Staaten ein Handelsbilanzdefizit von 76,81 Milliarden Euro – es wurde mehr Ware importiert als exportiert. Gemessen an der deutschen Wirtschaftsleistung von 2,93 Billionen Euro entspricht das Defizit gerade mal einem Anteil von 2,63 Prozent. Spitzenreiter ist China: Mit einem Handelsbilanzdefizit von 17,81 Milliarden Euro macht der Anteil der Volksrepublik 0,61 Prozent des deutschen Bruttoinlandsproduktes aus.
Auf den zweiten Rang platziert sich Vietnam. Das deutsche Handelsdefizit von 6,18 Milliarden Euro entspricht hier 0,21 Prozent der Wirtschaftsleistung Deutschlands. Irland reiht sich direkt dahinter und beansprucht ebenfalls 0,21 Prozent für sich. Den vierten Rang belegt Russland, den fünften Holland. Im vergangenen Jahr konnte die Föderation ein Plus von 4,89 Milliarden Euro (0,17 Prozent vom BIP), die Niederlande ein Plus von 4,39 Milliarden Euro (0,15 Prozent) im Handel mit Deutschland erzielen.

Die Ergebnisse für alle 192 Handeslpartner finden Sie unter: https://www.vexcash.com/blog/handelsbilanz-deutschland/

Zur Untersuchung:
2016 pflegte Deutschland mit 262 Ländern und Regionen eine Handelsbeziehung. Für 192 dieser Partner konnte dabei das Bruttoinlandsprodukt des selben Jahres ermittelt werden, welche somit zur weiteren Untersuchung genutzt werden konnten. Zur Datengrundlage dienten die Außenhandels-Statistiken des Statistischen Bundesamtes sowie die Daten der World Bank.

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