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Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um einen Treppenlift einzubauen

Treppenlift ©Gerald Kaufmann

Wendeltreppe oder Treppenpodest - wer einen Treppenlift benötigt, muss sich mit den Gegebenheiten im eigenen Haus genauer auseinandersetzen. Der folgende Artikel bringt Klarheit über die baulichen Voraussetzungen und die Bestimmungen, die eingehalten werden müssen, um einen Treppenlift im privaten Umfeld anzubringen.

Kurven oder gerade - jede Treppe trägt einen Lift

Gleich zu Beginn die gute Nachricht: Ein Treppenlift kann auf jeder Treppe angebracht werden, sogar auf einer Wendeltreppe. Der Unterschied liegt einzig im Preis. Hier gilt, je weniger Kurven die Treppe hat, desto günstiger wird der Lift. Bei einer geraden Treppe werden standardisierte Schienen angebracht. Es gibt hierbei keine Einschränkung in Bezug auf die Treppenlänge oder die Etagenanzahl. Bei der Kurventreppe müssen die Schienen entsprechend dem Kurvenverlauf individuell gebogen werden. Der Fachmann wird sie je nach Platz entweder am Geländer oder außen an der Wand anbringen und so ausrichten, dass der Lift sicher durch Ecken und Kurven fährt. Hierbei ist es egal, ob der Treppenlift gebraucht oder neu ist. Dies ist nämlich nur der eigentliche Stuhl inklusive der Fahreinheit. Dieser wird ganz Ende auf die angepassten Schienen aufmontiert.

Grundsätzlich gilt, der Einbau eines Treppenlifts muss zwingend vom Fachmann vorgenommen werden. Dies gilt auch bei einem gebrauchten Lift, der aus Sicherheitsgründen ebenfalls über den Fachhandel bezogen werden sollte. Ein guter Ansprechpartner für gebrauchte Treppenlifte und die entsprechenden Schienensysteme ist das Unternehmen Handicare.

Welche Genehmigungen müssen für den Einbau eines Treppenlifts eingeholt werden?

Der Antrag auf Einbau eines Treppenschrägaufzugs muss immer dann eingeholt werden, wenn der Lift in öffentlichen Gebäuden montiert werden soll. Zur Genehmigung ist vor allem die Mindestlaufbreite der jeweiligen Treppen zu beachten. Außerdem darf der Lift gemäß der Brandschutzverordnung den Fluchtweg nicht versperren. Auch wenn in Privathaushalten keine Baugenehmigung benötigt wird, spielt auch hier die Treppenbreite eine wichtige Rolle. Denn nach dem Einbau des Lifts muss die nutzbare Breite einer Treppe der gesetzlichen Mindestbreite entsprechen. Diese beträgt in Privathaushalten 70 Zentimeter und in Häusern mit über 400 m² Wohnfläche oder mehr als zwei Wohneinheiten einen Meter. Wenn die Treppe nicht die nötige Breite aufweist, ist der Einbau eines zusammenklappbaren Lifts notwendig.

Welche Bestimmungen gelten für den Einbau eines Treppenlifts in gemieteten Wohnungen oder in Eigentumswohnungen?

Grundsätzlich muss der Vermieter vor dem Einbau eines Treppenlifts in eine Mietwohnung um Erlaubnis gefragt werden. Er darf die Erlaubnis jedoch nicht verweigern, wenn der Mieter ohne den Lift nicht mehr in seine Wohnung kommt. Für die Kosten muss der Mieter aufkommen. Der Vermieter darf außerdem eine Art Kaution verlangen, welche die Kosten für die Wiederherstellung der Treppe in ihren ursprünglichen Zustand nach Auszug des Mieters abdeckt.

In einem Mehrfamilienhaus mit Eigentumswohnungen ist die Genehmigung der Eigentümergemeinschaft zum Einbau eines Treppenlifts notwendig. Es gibt keinen Anspruch auf Zustimmung der Miteigentümer, diese müssen es jedoch laut eines Urteils des Bundesgerichtshofs dulden, wenn der gehbehinderte Wohnungseigentümer den Treppenlift auf eigene Kosten einbauen lässt. Voraussetzung ist dabei immer die Einhaltung der Vorschriften für den Einbau eines Treppenschrägaufzugs im Mehrfamilienhaus.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um einen Zuschuss für einen Treppenlift zu erhalten?

Wenn der entsprechende Pflegerad nach dem Pflegestärkungsgesetz 2 vorhanden ist, bezuschusst die Pflegeversicherung den Einbau eines Treppenlifts mit bis zu 4.000 Euro. Auch die KfW, die Kreditanstalt für Wiederaufbau, bietet mit dem Programm "Altersgerecht Umbauen - Investitionszuschuss (455)" einen Zuschuss für alle privaten Immobilieneigentümer und Mieter, die mehr Barrierefreiheit im häuslichen Umfeld herstellen möchten. Der Zuschuss von bis zu 10 Prozent der Investitionskosten (max. 5.000 Euro pro Haushalt ist jedoch nur solange verfügbar, wie die Fördertöpfe noch gefüllt sind.

Einbau eines Treppenlifts staatlich gefördert und überall möglich

Der Einbau eines Treppenlifts gehört zu den wichtigsten Maßnahmen der Barrierefreiheit. Er ist gesetzlich geschützt, wird staatlich bezuschusst und ist baulich nahezu überall möglich. Eine gute Nachricht für alle, die sich Ihre Unabhängigkeit auch in Krankheit und Alter so lange wie irgend möglich erhalten möchten.

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