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Weihnachten feiern in der Wirtschaftskrise
Lebkuchenmännchen ©Gerald Kaufmann
  • 19. September 2022

Weihnachten feiern in der Wirtschaftskrise

Von Redaktion

Die ersten Lebkuchen stehen bereits seit Ende August in den Regalen. Obwohl für die meisten gerade erst der Sommerurlaub endete, stellt sich der Einzelhandel zwischenzeitlich bereits die Frage nach dem Weihnachtsgeschäft. Nach zwei Jahren, in denen der Advent von der Corona-Krise geprägt war, lagen die Hoffnungen auf 2022. Doch die steigenden Energiekosten und Lieferrückstände könnten die Absätze empfindlich stören.

Lieferengpässe und Kostenexplosionen im Winter

Die Verbraucher spüren bereits die Auswirkungen der Wirtschaftskrise. Lebensmittel-, Benzin- und Energiekosten steigen rapide an. Es wundert deshalb nicht, dass das Konsumbarometer des Handeslverbands Deutschland (HDE) ein betrübtes Bild zeichnet. Bereits im August wurde ein Allzeittief vermeldet. Im September sieht die Lage noch schlechter aus. Den Konsumenten steht weniger Geld für ihre Ausgaben zur Verfügung.

Wirtschaftsexperten gehen nicht davon aus, dass sich der Abwärtstrend in den nächsten Wochen und Monaten umkehren wird. Durch die höheren Kosten sinkt die Konsumfreudigkeit. Das macht dem Einzelhandel Sorgen. Aber das sind nicht die einzigen grauen Wolken, die über dem Weihnachtsgeschäft hängen.

Die Energie-Preis-Explosion betrifft auch die Geschäfte und Unternehmen selbst. So werden viele Möbelhäuser und Baumärkte mit Gas beheizt. Seitdem die Kosten für Gas und Erdöl stark angestiegen sind, sehen sich die deutschen Betriebe mit massiven Ausgaben belastet.

Die Kosten werden allerdings bisher nur partiell auf die Produkte aufgeschlagen. Denn es ist zu befürchten, dass der Konsum durch höhere Preise noch mehr geschwächt werden würde. Allerdings können die Unternehmer die Ausgaben dauerhaft nicht selbst tragen.

Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), erklärte in einem Interview mit der Morgenpost, dass sich 90 Prozent der Händler mit Lieferschwierigkeiten auseinandersetzen müssen. Die Waren kämen nicht nur zu spät, sondern teilweise auch falsch an. Das liegt unter anderem daran, dass aufgrund der rigiden Zero-Covid-Politik Chinas, viele Güterschiffe festhingen.

Erst Ende August wurde die nordchinesische Millionenstadt Dalian in einen strengen Lockdown geschickt. Zusätzlich gibt es einen Chipmangel, der in der Produktion für Herausforderungen sorgt.

Auswirkungen auf das Weihnachtsgeschäft

Insbesondere Artikel aus Asien könnten zu Weihnachten Mangelware werden. Die Regale mit Elektronik, Elektrogeräte und Spielwaren bleiben im schlimmsten Fall leer. Bei anderen Waren könnten die Preise noch weiter in die Höhe schnellen.

Oliver Schimek, der Chef der deutschen Weihnachtskartendruckerei karten-paradies.de, äußert sich der Presse gegenüber ebenfalls besorgt. Die Preise für seinen wichtigsten Rohstoff Papier steigen weiterhin dramatisch an. Im August lag der Einkaufspreis 27,1 Prozent über dem Preis im August des Vorjahres. Auch die Stromkosten für den Druck haben sich massiv erhöht. Weshalb der Verbraucher in diesem Jahr mit höheren Kosten bei den Weihnachtskarten und Geschenkpapieren rechnen muss.

Den dringend erwarteten Umsatzanstieg durch das Weihnachtsgeschäft werden die Unternehmen wohl abschreiben müssen. Wenn sich die Lage wie erwartet entwickelt, werden die Konsumenten nicht nur weniger kaufen. Die Betriebe erhalten gleichzeitig weniger Waren und zahlen höhere Preise für Energie und Rohstoffe. Die Prognose für das diesjährige Weihnachtsgeschäft sieht demzufolge nicht besonders rosig aus.

Weihnachten rechtzeitig vorbereiten

Wenn davon auszugehen ist, dass der Warenfluss stockt und die Preise gleichzeitig bis Weihnachten weiter steigen werden, dann kann eine rechtzeitige Vorbereitung helfen.

Idealerweise werden jetzt schon Listen angelegt, mit den Geschenken, die unter dem Weihnachtsbaum liegen sollen. Anschließend wird regelmäßig nach Schnäppchen Ausschau gehalten. Ein wichtiger Tag, um nach günstigen Angeboten zu stöbern, ist der Black Friday. Er fällt immer auf den letzten Freitag im November. In diesem Jahr also auf den 25.11.

Umfragen zufolge waren in den letzten Jahren rund 61 Prozent aller Produkte am Black Friday ermäßigt. Die Käufer konnten etwa 4 Prozent gegenüber dem normalen Preis sparen.

Aber es gibt generell Zeiten, in denen sich leichter Schnäppchen machen lassen. Beim Online-Shopping ist Samstag ein besonders lukrativer Wochentag. Zwischen 23 Uhr und 5 Uhr früh sind Produkte im Internethandel bis zu 40 Prozent preiswerter.

Sparfüchse sollten sich einen Schnäppchenkalender anlegen. Denn manche Artikel sind in bestimmten Monaten für gewöhnlich billiger:

  • Januar: Elektronik, Krawatten, Hemden, Socken,
  • Februar: Süßigkeiten, Weine, Gartenmöbel, Badekleidung, Fahrradzubehör,
  • März und April: Wintersportartikel,
  • Mai und Juni: Grillzubehör, Campingbedarf, Bier,
  • Juli und August: Möbel, Rasenmäher, Winterreifen,
  • September/Oktober: Grillzubehör, Winterreisen, Unterhaltungselektronik,
  • November: Backzutaten, Bademode, Sportbekleidung für Sommersportarten
  • Dezember: Wenige Angebote, gezielt suchen.

Wer bereits jetzt anfängt, die Weihnachtsgeschenke zu kaufen, der kann viel Geld sparen. Auch das Geschenkpapier und die Weihnachtskarten sollten zeitnah besorgt werden. Die Preise könnten zu einem späteren Zeitpunkt steigen. Außerdem lassen sich diese Artikel gut lagern.

Sparpotenzial zum Jahresende

Mit einem bangen Gefühl sehen die Deutschen ihren Strom- und Gasrechnungen entgegen. Gerade in der Winterzeit wird der Verbrauch noch einmal deutlich ansteigen. Deshalb versuchen viele Bürger, jede Sparoption zu berücksichtigen.

Insbesondere beim Weihnachtsfest besteht ein großes Sparpotenzial. Gleichzeitig kann der Heilige Abend wunderschön und besinnlich werden. Dieses Jahr ergibt es Sinn auf Wachskerzen zu setzen, anstatt elektrischer Lichter am Weihnachtsbaum und in der Wohnung. Wichtig dabei ist natürlich die Sicherheit. Wenn alle Gefahrenquellen beseitigt werden, erzeugen Kerzen ein warmes Licht und deshalb eine schöne Stimmung.

Während in den letzten Jahren immer mehr Menschen ihre Häuserfassaden kunstvoll beleuchtet haben, wird die diesjährige Stromerhöhung einen Strich durch die Rechnung machen. Damit die Nachbarschaft am 24. Dezember nicht in vollkommener Dunkelheit versinkt, können Holzscheite in Feuerschalen entfacht werden. Auch Fackeln entlang der Gartenwege sorgen für eine einmalige Stimmung.

Auch bei den Lebensmitteln kann gespart werden. Die Preise für Alltagsprodukte sind in den letzten Monaten deutlich gestiegen. So lagen sie im August 2022 über 16 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Es lohnt sich, auf Angebote zu achten. Gerade Fleisch und Wurst lässt sich auch gut für mehrere Wochen einfrieren. Dagegen sollten Gemüse und Obst immer frisch sein. Wer regionale und saisonale Waren wählt, der kann ein wesentlich günstigeres Festmahl kreieren als derjenige, der zu Weihnachten unbedingt Flugmango und argentinisches Rindfleisch essen möchte.

Bei den Geschenken liegt an Weihnachten ein besonderes Sparpotenzial. Vielleicht sind die Erwachsenen einverstanden, dass nur den Kindern eine Aufmerksamkeit unter den Weihnachtsbaum gelegt wird? Alternativ kann auch vereinbart werden, dass jeder lediglich eine Kleinigkeit bekommt.

Worum geht es denn beim Weihnachtsfest überhaupt? Es ist nicht der Sinn, mit mächtiger Fassadenbeleuchtung zu glänzen oder die teuersten Geschenke zu überreichen. Viel wichtiger ist, dass die Familie zusammenkommt. Dass man gemeinsam einen schönen Abend und friedliche Feiertage verbringt. Die letzten beiden Jahre durfte man nur sehr eingeschränkt mit den Verwandten feiern. Deshalb sollte die Möglichkeit einer größeren Gesellschaft in diesem Jahr mehr geschätzt werden als teure Gaben. Gerade in der Krise ist der Zusammenhalt der Menschen wichtig. Ein Feiertag wie Weihnachten kann dafür sorgen, dass die Menschen wieder näher zusammenrücken und sich gegenseitig stützen. Dafür ist kein großes Budget notwendig, sondern nur ein offenes Herz.


Ressort: Lifestyle & Wohlbefinden

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