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FCS glänzt gegen Thun

Siegepose FCS vs. Thun ©Bild: www.freshfocus.ch / Claudio Thoma

Was für eine Demonstration. Der FCS überfährt ein desolates Thun gleich mit 4:0 und rückt in der Tabelle auf den zweiten Platz vor.

Die FCS-Akteure scheinen die Spiele Basel-Winterthur (2:6) und YB-Leverkusen (4:3) mit Argusaugen beobachtet zu haben, denn so sensationell die Eulachstädter und spektakulär die Berner aufgetreten sind, so überzeugend haben sich auch die Schaffhauser präsentiert. Dabei war die Ausgangslage vor dem Spitzenkampf gegen den direkten Kontrahenten FC Thun äusserst delikat. In diesem Kalenderjahr fuhren die Berner Oberländer vier Siege ein, darunter auch gegen die Munotstädter, und waren im Begriff der Konkurrenz zu enteilen. Erst GC stoppte vor einer Woche die Siegesserie und erarbeitete sich inklusive einer Serie von Nachtragsspielen nach Erreichen des Leaderthrons ein Polster von fünf Punkten auf den Zweiten. Der FCS stolperte im Vergleich zu den Thuner Auftritten zuletzt beinahe im Tessin und daheim gegen den aktuellen Überflieger Wil. Nur mit einer Topleistung schien es möglich, die Mannschaft von Trainer Carlos Bernegger im Schach zu halten, gleichwohl musste der Sieg her, um den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren.

Nach Schockstart komplett aufgedreht

Achtung, fertig, los. Einmal hinten rum, ehe Nias Hefti in den Lauf von Chris Kablan spielen konnte. Dieser düste gleich über links los und legte auf Dominik Schwizer, der David Da Costas Wachzustand mit einem satten Hammer prüfte. Der Schaffhauser Keeper war parat und wehrte in Extremis per Fuss ab. Gespielt waren gerade mal 18 Sekunden. Diesen Weckruf brauchte es offenbar, denn die Reaktion der Gastgeber fiel entsprechend heftig aus. Als hätten sie 100 Espressi intus, liefen sie den Thuner Gegnerspieler nur so um die Ohren. Eine offensive Ballstafette verlagerte sich von der linken Seite immer mehr in die Mitte, bis Bujar Lika im Zentrum Uran Bislimi lancierte, der zuerst einen Schuss von der Strafraumgrenze antäuschte, doch dann auf Rodrigo Pollero passte, der das Auge hatte, den freistehenden Danilo Del Toro anzuspielen. Dieser zog los und schlenzte das Leder mit seinem rechten Fuss tief links in die Ecke zur 1:0-Führung. So geschehen nach 186 Sekunden Spielzeit. Die Gelb-Schwarzen powerten weiter und erarbeiten sich Chance um Chance. Ivan Prtajin, Valon Hamdiu, Del Toro – sie alle kamen in Versuchung, sich als Schützen zum 2:0 zu bewerben. Das Rennen machte jedoch Francisco Rodriguez nach 21 Minuten, der nach einem Vorstoss über Pollero und Del Toro von Prtajin eine mustergültige Vorlage erhielt. Dieser Einladung konnte er nicht widerstehen und düpierte Goalie Andreas Hirzel auf nahezu identische Weise wie Del Toro und markierte das verdiente 2:0 mit einem flachen Prachtschuss wieder in die linke Ecke. Gegenwehr seitens der Thuner war kaum auszumachen, auch wenn es erste Vorstösse zu verzeichnen gab. Eine Flanke von Hefti landete auf der Lattenoberkante, ansonsten war der Adrenalinspiegel der Schaffhauser Defensive im ruhenden Modus. Dies weil die Verteidigung schlicht nichts zuliess und auch keine Eigenfehler produziert wurden. Dominik Schwizer war nach etwas mehr als einer halben Stunde der erste Rot-Weisse, der mit einem harmlosen Schuss Da Costa einen Ball halten liess. In der 37. Minute demonstrierte der FCS einmal mehr, wie einfach man zu Toren kommen kann. Jetmir Krasniqi haute von der rechten Aussenbahn eine hohe Flanke auf den zweiten Pfosten, wo sich Pollero per Kopf gegen Noël Wetz und Chris Kablan durchsetzte und den dritten Treffer markierte.

Rodriguez mit Doppelpack

Die grosse Frage zur zweiten Halbzeit war, ob sich Thun nochmals ins Rennen bringen konnte, wie das Leverkusen gegen YB schaffte oder ob der FCS zur Gala auflief. In der Tat verhielten sich die Berner stabiler, was auch mit einem Doppelwechsel verbunden war. Erste Annäherungen durch den eingewechselten Saleh Chihadeh waren in den ersten fünf Minuten zu verzeichnen, auch ein direkt ausgeführter Freistoss nach 54 Minuten der zweiten Einwechslung Fabian Rüdlin aus rund 32 Metern war für FCS-Hüter Da Costa eine sichere Beute. Knifflig wurde es für sein Gegenüber eine Minute später, als Rodriguez einen Freistoss von der rechten Seite auf Höhe der Strafraumgrenze trat. Weil Hirzel etwas zu weit vor dem Tor stand, versuchte der Schaffhauser mit einer Portion Schlitzohrigkeit den Standard gleich selbst zu versenken. Mit Mühe wehrte der Thuner Schlussmann diesen frechen Schuss ab, der direkt an Prtajin abprallte und der Ball danach knapp ins Aus rollte. Richtig gefährlich wurde es für den Gastgeber nur einmal bei einem Corner in der 70. Minute. Grégory Karlen leitete diesen per Kopf zu Havenaar weiter, der jedoch nur den Pfosten traf. Den Höhepunkt setze der FCS drei Minuten später. Bislimi schnappte sich die Kugel, zog gen Strafraumgrenze los, wo er auf Rodriguez spielte. Dieser umtanzte Hirzel und bezwang diesen erneut und sicherte sich seinen Doppelpack. Die Schaffhauser liessen nichts mehr anbrennen und brachten den völlig überragenden 4:0-Sieg souverän und abgeklärt über die Runde. Die Thuner hingegen waren nach dieser unerwarteten Klatsche völlig bedient.

Dank diesem Dreier überholt der FC Schaffhausen den direkten Konkurrenten FC Thun in der Tabelle und grüsst dank der besseren Tordifferenz vom zweiten Rang, derweil die Grasshoppers beim FC Wil 1900 lediglich ein 1:1-Unentschieden erreichte und nun mit sechs Punkten Vorsprung auf der Leaderposition sind. Dennoch darf der FCS nun mit viel Selbstvertrauen die Vorbereitungen für das schwierige Auswärtsspiel im Letzigrund in Angriff nehmen. Einziger Wermutstropfen dabei ist, dass André Luis Neitzke aufgrund seiner vierten Verwarnung dabei aussetzen muss und erneut das Spiel in Zürich verpassen wird. Toreschiessen kann der FCS im Letzigrund alleweil, hat er seit Mai 2007 in jeder Partie (gegen beide Zürcher Mannschaften) gescort.

Telegramm

 

FC Schaffhausen – FC Thun 4:0 (3:0)
Stadion Schaffhausen – ohne Zuschauer – SR: Sven Wolfensberger.
Tore: 4. Del Toro 1:0, 22. Rodriguez 2:0, 37. Pollero 3:0, 73. Rodriguez 4:0.
Schaffhausen: Da Costa; Krasniqi, Neitzke, Mujcic, Lika; Rodriguez, Hamdiu, Bislimi (80. Kastrati), Del Toro (84. S. Müller); Prtajin (69. A. Müller), Pollero (84. Djoulou).
Thun: Hirzel; Wetz (46. Chihadeh), Sutter, Havenaar, Kablan; Hasler (46. Rüdlin), Fatkic (84. Vasic); Schwizer (59. Dos Santos), Karlen, Hefti; Kyeremateng (59. Dzonlagic).
Bemerkungen: FCS ohne Sarr, Wick, Mozzone, Paulinho (alle verletzt), Maouche, Talic, Deronjic, Tanzillo, Bajrami, Furrer, Wick, Berglas-De Nobile und Barry (alle nicht im Aufgebot). Thun ohne Castroman, Salanovic, Rodrigues (alle verletzt), Ahmed, Joss und Fuhrer (alle nicht im Aufgebot). – 27. Lattenschuss Hefti. 70. Pfostenschuss Fatkic. 92. Tor von Havenaar wegen Foul aberkannt.
Verwarnungen: 17. Rodriguez (Foul), 35. Sutter (Foul), 42. Neitzke (Foul, im nächsten Spiel gesperrt), 45. Del Toro (Schwalbe?), 77. Krasniqi (Foul).
Videozusammenfassung: FCS-FC Thun

Tags: Fußball

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