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Generationswechsel an der Spitze der Messe Lörrach GmbH

 25 Jahre = ein Vierteljahrhundert = eine Generation = ein Generationswechsel!

Fast 25 Jahre ist es her, dass Uwe Claassen, Michael Agel und ihr damaliger Partner Karl Hinte die Messe Lörrach GmbH ins Handelsregister eintragen ließen und sich daraus ein erfolgreiches Unternehmen entwickelte. Jetzt beginnt für die Firma eine neue Zeitrechnung. Das Jubiläum wurde dazu genutzt, um den von langer Hand geplanten Generationswechsel abzuschließen. Zum 01.01.2016 verkaufte der kaufmännische Geschäftsführer Uwe Claassen seine inzwischen 70% Geschäftsanteile an langjährige Mitarbeiter: Natalia Golovina und Thomas Platzer. Sowohl Uwe Claassen als auch der technische Geschäftsführer Michael Agel übergaben die Geschäftsführung an ihre Nachfolger, die bereits seit mehreren Jahren für die Firma tätig sind. Zur Geschichte der Messe Lörrach GmbH

Als „Keimzelle“ der Messe Lörrach GmbH diente die im Jahr 1988/1989 durchgeführte Innovativa- Image Messe. Sie fand in der damaligen Stadthalle Lörrach mit gerade mal 15 Ausstellern und 300 Besuchern statt und wurde maßgeblich vom Uwe Claassen organisiert. Die Messe konnte als großer Erfolg verbucht werden. Darum gründete Uwe Claassen daraufhin die UC Veranstaltungs GmbH. Unter diesem Namen und später als UC Innovativa-Messe GmbH wurde die Innovativa-Image Messe (die Vorgängerin der derzeitigen Bildungsmesse CULT) realisiert, bei der Michael Agel als Aussteller dabei war. Im Jahr 1990 veranstalteten die Beiden bereits gemeinsam eine Baumesse in Gera/Thüringen.

Als Karl Hinte (Geschäftsführer der Hinte Messe Karlsruhe) Partner für die Organisation der REGIO- Messe suchte, fand er diese in Uwe Claassen und Michael Agel. Im Juni 1991 wurde so die Messe Lörrach GmbH gegründet. Hinte Messe Karlsruhe besaß 50%, Uwe Claassen 45% und Michael Agel 5% der Geschäftsanteile. Im Jahr darauf fand die 9. REGIO-Messe zum ersten Mal unter dem Dach der Messe Lörrach GmbH statt.

Der Anfang war nicht einfach: mit der EURO-Messe in Weil am Rhein gab es für die nächsten 10 Jahre einen direkten Konkurrenten, gegen den die Messe Lörrach GmbH nur dank der konsequenten Aussteller- und Themenpolitik bestehen konnte. Am Anfang verzeichnete die REGIO-Messe 180 Aussteller und ca. € 450.000,- Umsatz (DM 850.000,-). Die ca. 30.000 Besucher kamen zu 96% aus dem direkten Umfeld (Deutschland 25km), 3% aus der Schweiz und 1% aus dem Elsass. In den nächsten Jahren hat die Messe Lörrach GmbH konzentriert darauf hingearbeitet, die Qualität der Messe zu steigern: die Zahl der regionalen Aussteller wurde sukzessive erhöht, die vermietete Fläche durch neue Aussteller vergrößert und die Besucherzahl gesteigert.

Um neue Anreize zu schaffen, wurde 1994 die Oldtimer-Sonderschau „Oldierama“ ins Leben gerufen. Diese erfreut sich noch heute trotz einer dreijährigen Pause (2012-2014) eines großen Erfolges. Im Jahr 1997 kam eine „US-Car-Show“ dazu, die zusammen mit den American Street Runners bis 2011 realisiert wurde. Seit dem letzten Jahr findet auch sie wieder statt - diesmal unter dem neuen Namen „US Cars, Bikes & Kustom“ und mit dem neuen Partner – Amitreff Dreiländereck.Das Jahr 2002 bedeutete für die Messe Lörrach GmbH eine neue Veränderung: Hinte Messe Karlsruhe verkaufte ihre 50% Anteile zu gleichen Teilen an Uwe Claassen und Michael Agel und verabschiedete sich aus Lörrach. Uwe Claassen, der nun 70% der Firma besaß, wurde zum kaufmännischen Geschäftsführer bestellt und Michael Agel (30% Anteile) übernahm die Geschäftsführung im technischen Bereich.

Als Meilenstein in der Geschichte der Messe Lörrach GmbH kann auch das Jahr 2003 verbucht werden: zunächst zählte das Unternehmen zusammen mit den Messegesellschaften in Basel, Freiburg, Mulhouse und Hagenthal zu den Gründungsmitgliedern des Regio-Ticketverbundes. Für die Besucher bedeutete dies, dass sie nach dem Besuch einer dieser Messen innerhalb eines Jahres die „befreundeten“ Messen ebenfalls besuchen konnten – und zwar kostenlos. Es war ein großer Schritt in Richtung trinationale Zusammenarbeit. Die Messe Lörrach profitiert nach wie vor von dieser Vereinbarung,- auch wenn die Kooperation zwischen den Messegesellschaften momentan nur lose besteht (Mulhouse ist komplett ausgestiegen).

>Dann schloss Messe Lörrach GmbH im gleichen Jahr (2003) eine Kooperationsvereinbarung mit der Messe Schweiz. Sie mietete eine 2.200m2 große Halle an der muba in Basel. Motto: „REGIO-Messe Lörrach präsentiert das Badener Land“. In den nächsten 6 Jahren erfreute sich diese Präsentation großer Beliebtheit bei den Schweizer Besuchern und steigerte dabei den Anteil der Schweizer an den REGIO-Messe-Besuchern von 3% auf ca. 15%.

In den Jahren 2011-2014 wurde der Versuch unternommen, das Konzept der REGIO-Messe von der Verbrauchermesse hin zu einer Fachmesse für den interessierten Besucher zu verändern. Im Jahr 2012 wurde im Rahmen der REGIO sogar eine Fachmesse „b2b“ integriert. Die Vermischung der Schwerpunkte brachte jedoch nicht den gewünschten Effekt und so wurde im Jahr 2015 das Konzept erneut angepasst. Als „Verbrauchermesse für die ganze Familie“ fand die REGIO-Messe wieder großen Anklang bei ihren treuen Besuchern.

Frühzeitige Nachfolgeregelung

Den beiden Geschäftsführern lag es immer daran, die Zukunft der Messe Lörrach GmbH langfristig zu sichern und so sollte die Nachfolge frühzeitig geklärt werden. Im Idealfall sollte die Firma „in der Familie“ bleiben. Mit der Übergabe der Geschäftsführung an die langjährigen Mitarbeiter Natalia Golovina und Thomas Platzer wurde dieses Ziel erreicht.

Natalia Golovina begann ihre Karriere bei der Messe Lörrach GmbH im Jahr 2003 als Praktikantin. 2004 bot man ihr eine Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau an, die sie 2005 erfolgreich abschloss und danach gleich als feste Mitarbeiterin ins Team der Messe Lörrach übernommen wurde. Mit den Jahren übernahm sie immer mehr Verantwortung: Buchhaltung, Administration, Akquise, Controlling und Marketing gehörten nun zu ihrem Aufgabenbereich. In den letzten Jahren wurde sie von Uwe Claassen auf Ihre zukünftige Aufgabe als kaufmännische Geschäftsführerin vorbereitet.

Nebenberuflich macht sie derzeit ein Studium zum Betriebswirt VWA

Im Februar 2007 stieß Thomas Platzer, gelernter Bürokaufmann, ebenfalls als Praktikant zum Team der Messe Lörrach GmbH dazu. Innerhalb weniger Wochen gehörte er „zur Familie“ und wurde fest angestellt. Bereits im Juni 2007 wurde ihm die Verantwortung für Personal und Projektleitung anvertraut. Außerdem gehörte er von Anfang an zu den Hauptakquisiteuren des Unternehmens. Im Zuge der Nachfolgeplanung übernahm er nach und nach die komplette technische Leitung der REGIO-Messe. Eine wichtige Rolle spielte dabei der Wissenstransfer durch die Zusammenarbeit mit Michael Agel, der die technische Geschäftsführung innehatte.

Zum 01.01.2016 war es soweit. Uwe Claassen verkaufte seine Geschäftsanteile an Natalia Golovina und Thomas Platzer. Uwe Claassen übergab die kaufmännische Geschäftsführung an Natalia Golovina. Und Michael Agel übergab die technische Geschäftsführung an Thomas Platzer weiter.Beide Firmengründer bleiben zukünftig der Messe Lörrach GmbH erhalten. Michael Agel übernimmt den Posten des Vertriebsleiters und unterstützt die neue Geschäftsführung im Bereich Technik. Außerdem bleibt er noch an der Firma beteiligt (M. Agel 33,3%; N. Golovina 33,3%; Th. Platzer 33,3%) Uwe Claassen zieht sich zwar aus dem operativen Geschäft zurück, steht jedoch mindestens für die Dauer der nächsten 3 Jahre als Berater in Sachen Strategie und Planung mit Rat und Tat zur Seite.

Ausblick

Mit 25 Jahren ist die Messe Lörrach erwachsen und gleichzeitig auf dem Sprung in die neue Lebensphase - genauso wie die neuen Geschäftsführer! Natalia Golovina und Thomas Platzer freuen sich auf die neue Herausforderung und sind bereit, die Zukunft der Firma aktiv zu gestalten.

Wie sieht diese Zukunft aus?

Für die Messe Lörrach und mit ihr die REGIO-Messe soll zunächst das Prinzip der Stabilität und Kontinuität gelten. Das, was in den letzten Jahren erfolgreich angefangen und realisiert wurde, sollte beibehalten und ausgebaut werden, um dem Unternehmen eine feste Grundlage zu sichern und eine erfolgreiche Tradition fortzuführen.

Momentan liegt der Umsatz bei 1,2 Mio. bei ca. 340 Direktausstellern (mit Unterausstellern und Partnern ca. 500). Die Firma beschäftigt 3 Festangestellte, 2 Azubis und bis zu 80 temporäre Mitarbeiter während der REGIO-Messe. Die Durchführung der nächsten Messen ist dadurch gesichert, dass langfristige Verträge mit den wichtigsten Partnern abgeschlossen wurden: Sportzentrum Impulsiv, Hallenvermieter de Boer, Lauffenmühle und weitere Zulieferer. Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Lörrach und allen für die Sicherheit der Veranstaltungen zuständigen Organisation und Behörden klappt von Jahr zu Jahr besser und besser.

Die REGIO-Messe ist bereits eine bedeutende Plattform für regionale Firmen und Organisationen, wenn es um Kommunikation nach außen geht. Und dennoch - trotz der wachsenden Konkurrenz z.B. von Seiten des Internets soll sie zu DER Begegnungsstätte zwischen Business und Konsum werden. Dabei soll das Geld in der Region verbleiben und der gesamte Landkreis davon profitieren. Die Stabilität kann aber leicht in Stagnation umschlagen... Deshalb muss die Messe Lörrach GmbH auch neue Wege beschreiten, neue Themenbereiche definieren und eventuell auch neue Geschäftsfelder erschließen. Die einzigartige geografische Lage sollte noch mehr zum Vorteil genutzt werden – in der trinationalen Vernetzung liegt die Zukunft – sowohl auf der Aussteller- als auch auf der Besucher-Ebene. Der Bereich b2b könnte in der Zukunft wieder eine größere Rolle spielen. Regionalität bleibt trotz Globalisierung ein wichtiges Thema und wird zusätzlich verstärkt werden.

Das Ziel ist es,

  • dass das Verhältnis zwischen den Veranstaltern, Ausstellern und Besuchern sich zu einem „Wir-Gefühl“ entwickelt und
  • dass der Termin der REGIO-Messe in den Kalendern der Region zu den festen „da-gehen- wir-hin“-Terminen gehört.

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