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Hautirritationen durch Masken und Corona-Hygiene: Das gilt es zu beachten

Masken ©Gerald Kaufmann

Das Corona-bedingte Tragen des Mund- und Nasenschutzes sowie das häufige Händewaschen und Desinfizieren kann die Haut reizen und belasten. Dr. Paul Scheidegger, Dermatologe und Mitgründer von OnlineDoctor, Europas führende Telemedizinplattform für Hautärzte, gibt Tipps zur Vorbeugung und Behandlung.

Masken sollen einer Tröpfcheninfektion vorbeugen und uns und unsere Mitmenschen vor Corona-Viren sowie anderen Infektionskrankheiten schützen. Doch Wärmestau und Feuchtigkeit unter dem Schutzgewebe können die Haut reizen. Und ist die Haut erst einmal aus dem Gleichgewicht und entzündlich, kann ein weiteres Tragen der Maske den Effekt immer weiter verstärken.

Besonders betroffen sind Menschen, die ohnehin an Problemen mit verstopften Poren leiden. Die häufigste Folge: Periorale Dermatitis, bei der sich kleine rote Pusteln um Mund und Nase bilden. Die Hautkrankheit ist zwar ungefährlich, doch die entzündlichen Pickelchen stören nicht nur ästhetisch, sondern sind unangenehm und schmerzhalft. Hier ist es wichtig, die Haut richtig zu pflegen – dafür gibt es spezielle Cremes. Die genaue Behandlung sollte mit einem/r Dermatologen/-in abgesprochen werden, denn falsche Cremes können den Effekt weiter verstärken.

Besonders Menschen, die unter Neurodermitis leiden oder zu Akne oder Herpes-Bläschen neigen, sind von Hautproblemen durch das Maskentragen betroffen. Um Hautausschläge vorzubeugen, ist es wichtig, die Maske regelmäßig zu wechseln – bei Durchfeuchtung schon nach zwei Stunden. Vor allem jetzt, wo die Außentemperaturen täglich steigen, ist eine schnellere Durchfeuchtung der Maske durch zusätzliches Schwitzen zu erwarten.

Unverzichtbar ist auch das Waschen von Stoffmasken bei 60 Grad. So wird das Gewebe von Keimen befreit und auch Fette, Talg und Makeup-Rückstände können zuverlässig entfernt werden. Masken aus feinen Stoffen wie Seide und andere Fashion-It-Pieces, sehen zwar schön aus, können aber häufig nicht richtig gereinigt werden. Lieber auf reine Baumwolle setzen bzw. medizinische Masken kaufen.

Noch mehr als das Gesicht, sind unsere Hände in der aktuellen Situation von Hautproblemen betroffen. Der Haut an den Händen wird durch häufiges Waschen Feuchtigkeit entzogen. Alkohol in Desinfektionsmitteln beansprucht zusätzlich und sorgt für weitere Austrocknung. Auf diese Weise können sogenannte Abnutzungsekzeme entstehen, die in drei Phasen ablaufen: In der ersten Phase wird der Wasser-Fett-Film (Säureschutzmantel) entfernt, sodass die Hornschicht freigelegt wird. Die Haut spannt und fühlt sich stumpf an. Bei anhalten Reizungen summieren sich die Schäden, sodass in der zweiten Phase die natürlichen Hornschichtfette aus tieferen Lagen herausgelöst werden. Die Haut wird dadurch durchlässiger und die nun in der Oberhaut freiliegenden Wachposten des Immunsystems, die sogenannten Langerhanszellen, sorgen in Phase drei für eine Abwehrreaktion des Körpers. Die Haut reagiert mit Entzündung, um sich vor dem Eindringen körperfremder und schädlicher Stoffe zu schützen – ein Abnutzungsekzem oder auch Allergien entstehen. Es ist allerdings das Ergebnis eines längeren Prozesses, der durch eine regelmäßige Rückfettung der Haut verhindert werden kann.

Leonie Sommer, Geschäftsführerin von OnlineDoctor in Deutschland: „In letzter Zeit haben immer mehr Patienten mit den genannten Hautproblemen in Gesicht und auf der Hand Rat bei einem Dermatologen auf OnlineDoctor gesucht.“

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