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Junge Talente entdecken Zukunftstechnologien
Suso-Schülerin Carolina Pfeffer konstruierte bei der Projektwoche einen Zauberstab mittels CAD ©Annabell Heitz, HTWG
  • 29. Februar 2024

Junge Talente entdecken Zukunftstechnologien

Von Dr. Janna Heine | HTWG Hochschule Konstanz

Vier Tage lang konnten Schülerinnen und Schüler des Heinrich-Suso-Gymnasiums die vielseitige Welt des Ingenieurwesens an der HTWG Konstanz erleben. Vom autonomen Fahren über elektronische Schüttelwürfel bis hin zu Zauberstäben − die Fakultäten Maschinenbau und Elektro- und Informationstechnik begeisterten mit einem bunten Programm.

Was haben Iron Man, Daniel Düsentrieb und Doc Brown gemeinsam? Sie alle sind Charaktere der Popkultur und Ingenieure, die in ihren jeweiligen fiktiven Universen innovative Technologien entwickeln. Ingenieurinnen und Ingenieure findet man jedoch nicht nur in Film und Literatur, sondern auch an der HTWG Konstanz. Im Februar verbrachten 20 Schülerinnen und Schüler der sechsten und siebten Klasse des Heinrich-Suso-Gymnasiums jeweils zwei Tage bei der Fakultät Maschinenbau und bei der Fakultät Elektro- und Informationstechnik. Im Rahmen der Projektwoche bewiesen die Schulkinder ihren Erfinder- und Konstruktionsgeist.

Maschinenbau von a bis Z

Die Fakultät Maschinenbau präsentierte ihr breites Fachgebiet mit Projekten von a, wie autonomes Fahren, bis Z, wie selbsterfundene Zauberstäbe. Am Beispiel des MXCarKit, einem autonom fahrenden Modellauto, erhielten die Schülerinnen und Schüler eine Einführung in die verschiedenen fürs autonome Fahren notwendigen Sensoren: Kamera, Laserscanner, Radar und Ultraschall. Dabei durften sie selbst experimentieren, unter welchen Umständen ein Detektor Personen nicht erkennt.

Am Nebel- sowie am Wasserkanal durften die Schulkinder dem fließenden Wasser bzw. Nebel verschiedene Objekte in den Weg legen, und so Strömungen sichtbar machen. Sie lernten außerdem den Flettner-Rotor kennen, mit dem z.B. ein Schiff angetrieben werden kann, und sie ließen auf Druckluft eine Kugel tanzen, um den Bernoulli-Effekt begreifbar zu machen.

Die Arbeit mit dem CAD-Programm, einem computergestützten Programm zum Erstellen von Zeichnungen, durfte natürlich auch nicht fehlen. Im Anschluss an eine theoretische Einführung konnten die Schulkinder dann wahlweise selbst erfundene Zauberstäbe, mittelalterliche Waffen oder das vorgegebene Modell einer Exzenterpresse, die beispielsweise für Stanz-, Präge- und Biegearbeiten eingesetzt wird, eigenständig im CAD-Programm konstruieren.

Elektro- und Informationstechnik begeistert mit Hochspannung, E-Würfel, IT und KI
Die Fakultät Elektro- und Informationstechnik demonstrierte im Hochspannungslabor bei der Blitz- und Donnershow anschaulich, wieso man sich während eines Gewitters nicht unter einen Baum stellen sollte.

Gefragt war außerdem handwerkliches Geschick. Die Schülerinnen und Schüler durften einen elektronischen Würfel mit einem Mikrocontroller, sieben Leuchtdioden und anderen Elektronikbauteilen zusammenlöten. Dabei wird durch Schütteln des Würfels eine zufällige Zahl zwischen 1 und 6 erzeugt und mit den Leuchtdioden angezeigt.

Erste IT-Erfolge erlebten die Schülerinnen und Schüler im Anschluss mit dem Mini-Gameboy Thumby. Mit der nur daumengroßen Spielkonsole konnten sie ein eigenes Programm entwickeln und dieses auch spielerisch testen.

Spielerisch ging es auch bei der Präsentation eines Roboters weiter, der mittels KI das Strategiespiel „Vier Gewinnt“ so gut beherrscht, dass man ihn nicht schlagen kann.

Mit großer Begeisterung präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Projekte zum Abschluss der Woche am Heinrich-Suso-Gymnasium. Besonders erfreulich: rund die Hälfte der Schülerinnen und Schüler äußerte nach der Projektwoche einen neuen Berufswunsch. Sie wollen Ingenieurin bzw. Ingenieur werden, Geniales erfinden und innovative Technologien konstruieren.




Ressort: Hochrhein

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