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Kälber in Polen in illegalen Einzelkäfigen gehalten

Kalb im Käfig ©Compassion in World Farming

Hamburg – Aktuelle Aufnahmen, die der Tierschutzorganisation Compassion in World Farming zugespielt worden sind, dokumentieren, dass Kälber in mehreren polnischen Betrieben in illegalen Einzelkäfigen gehalten werden, völlig isoliert, ohne jegliche Möglichkeit Kontakt zu Artgenossen aufnehmen zu können. Das verstößt gegen das EU-Recht. Die Tierschutzorganisationen fordern, dass europaweit die Haltung von Kälbern in tierquälerischen Einzelkäfigen sofort beendet wird. Diese Forderung ist Teil der „End The Cage Age“-Bürgerinitiative; ein Netzwerk aus über 170 europäischen Tier- und Umweltschutzorganisationen, die sich für das Ende der Käfighaltung von allen Nutztieren einsetzen. Mittlerweile gibt es EU-weit bereits mehr als eine Million Unterstützer, die die Bürgerinitiative gegen die grausame Käfighaltung unterschrieben haben.

„Die Filmaufnahmen zeigen die grausame Realität für Millionen von Milchkälbern in Polen und in der gesamten EU", sagt Ina Müller-Arnke, Nutztierexpertin bei VIER PFOTEN. „Diese Kälber werden bereits Stunden nach der Geburt von ihren Müttern getrennt und verbringen mindestens ihre ersten acht Lebenswochen in Isolation. Je nach Trennungszeitpunkt der Tiere rufen Kuh und Kalb tagelang nacheinander und versuchen, sich wiederzufinden. Neben dem emotionalen Stress, den beide Tiere erfahren, wird das Kalb – auch aufgrund der unnatürlichen Ernährung – krankheitsanfälliger. Die Fürsorge und Pflege ihrer Mütter erfahren diese Kälber nie.“

Nach Schätzungen werden in der Europäischen Union insgesamt über 60 % der Milchkälber, insgesamt über 12 Millionen Tiere pro Jahr, in den ersten Lebenswochen in Einzelkäfigen gehalten. Allein in Deutschland leben jährlich ca. 75% der 2,4 Millionen Kälber in Einzelkäfigen. In der Milchindustrie wird beinahe jedes Kalb sofort nach der Geburt von seiner Mutter getrennt, obwohl Kuh und Kalb eine sehr innige Bindung haben und intensiven Trennungsschmerz empfinden.

Nach EU-Recht ist es zwar zulässig, Kälber bis zu acht Wochen in den käfigartigen Kälberiglus zu halten. Allerdings muss die Möglichkeit bestehen, dass die Tiere sich gegenseitig sehen und berühren können. Auf den uns vorliegenden Aufnahmen werden Tiere gezeigt, denen es nicht möglich ist, Kontakt zu Artgenossen aufzunehmen, da die Seitenwände dicht sind. Die Aufnahmen zeigen auch weitere Tierschutzprobleme, so etwa fehlenden Zugang zu Wasser, saugende, hungrige Kälber sowie Hinweise auf schlechte Hygiene und unzureichenden Schutz vor Kälte.

Über die Europäische Bürgerinitiative End the Cage Age:

Über 300 Millionen Schweine, Hühner, Kälber, Kaninchen, Enten und Wachteln leiden unter furchtbaren Haltungsbedingungen. Die meisten Käfige sind winzig und mit zu vielen Tieren überfüllt. Die Tiere haben keinen Platz, um sich frei zu bewegen und ihre natürlichen Verhaltensweisen auszuleben. Sie sind ihr ganzes Leben verängstigt, gestresst und leiden an Krankheiten und Verletzungen. Wer die Europäische Bürgerinitiative unterzeichnet, trägt dazu bei, dass Nutztiere zukünftig unter besseren Bedingungen leben.

Die Europäische Bürgerinitiative „End the Cage Age“ will die Käfighaltung von Nutztieren beenden. Zu dem von Compassion in World Farming ins Leben gerufenen Netzwerk aus über 170 europäischen Tier- und Umweltschutzorganisationen gehören in Deutschland unter anderem die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt sowie VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz.

Mehr über die „End the Cage Age“ - Kampagne erfahren Sie hier: end-the-cage-age

Tags: Tiere

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