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RISE: Stärken stärken – am besten peer to peer

Filmplakat: "Conflict - Sirae" | Kurzfilm über islamistischen Extremismus

Das Projekt RISE entwickelt praktische Ansätze der Primärprävention für die pädagogische Arbeit mit Jugendlichen | mehrdimensionaler Ansatz in der Schnittstelle zwischen politischer Bildung und medienpädagogischer Peer-Education

München/Berlin/Nürnberg/Mainz – Im Rahmen einer Online-Pressekonferenz wurde heute das Projekt RISE Jugendkulturelle Antworten auf Islamistischen Extremismus der Fach- und Medienöffentlichkeit vorgestellt. Das mehrjährige Vorhaben der universellen Präventionsarbeit wird vom JFF – Institut für Medienpädagogik (München) in Kooperation mit dem Bildungs- und Präventionsprojekt ufuq (Berlin), dem Medienzentrum Parabol (Nürnberg), der Gesellschaft zur Förderung der Film- und Medienkompetenz VisionKino (Berlin) sowie jugendschutz.net, dem Kompetenzzentrum des Bundes für den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet (Mainz), getragen.

Die Fragestellung, mit der sich RISE in Forschung und Praxis befasst, lautet: Wie können Jugendliche gegen extremistische Ansprachen gestärkt werden? Dabei werden sowohl religiös motivierte Formen von Extremismus – insbesondere islamitischer Extremismus –, aber auch politischer Extremismus im weiteren Sinne betrachtet. Aus den Ergebnissen der interdisziplinär angelegten wissenschaftlichen Forschung werden im Projekt RISE inhaltliche Themenbausteine sowie praktische Methoden und Begleitmaterialen für den pädagogischen Alltag in der schulischen und außerschulischen Bildung erarbeitet.

Das Projekt RISE wird von der Beauftragen der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) finanziert und setzt u.a. an Erfahrungen der Selbstwirksamkeit durch eigenes Medienhandeln an. Konkret bedeutet das, dass Jugendliche ermutigt werden, sich im Rahmen der eigenen Lebenswirklichkeit mit Formen des Extremismus auseinanderzusetzen. Durch ein im Projekt RISE integriertes Förderprogramm können Jugendgruppen eigene Medienproduktionen (Filme) erstellen und diese in die Diskussion mit anderen Jugendlichen einbringen.

Kathrin Demmler, Direktorin des JFF: „Mit RISE setzen wir, an der konkreten Erfahrungswelt junger Menschen an. Dabei fungieren Stichwörter wie Gender, Gesellschaftskritik, Pluralismus, Werte & Religion sowie Rassismus als Impulse für Diskurse; in pädagogischen Settings, vor allem auch unter den Jugendlichen selbst. Erste Erfahrungen zeigen, dass das Konzept der aktiven Medienarbeit und der Präsentation der Ergebnisse im Netz aufgeht. bislang sind bereits acht Filme und eine enorme Fülle von Begleitmaterial für Schule und Jugendarbeit entstanden.“

Die Expert*innen im Projekt RISE suchen nach Wegen, wie Jugendliche eigene Positionen in den gesellschaftlichen und den persönlichen Diskurs einbringen und ihre Perspektiven medial darstellen können. Dabei werden auch ganz bewusst die Grenzen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung aufgezeigt, die alle Menschen schützt und die für jede Form von Extremismus keinen Raum bieten darf.

Die Projektlaufzeit ist zunächst bis Dezember 2021 angesetzt.

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