Sitzen Sie in der Stressfalle?
Nicht nur in der Weihnachtszeit, sondern rund ums Jahr klagen viele über zu viel Stress
Regenstauf - Die Deutschen fühlen sich so gestresst wie nie: Eine Mehrheit der Deutschen (58%) hat sich im letzten Jahr mindestens einmal so gestresst gefühlt, dass es sich auf das tägliche Leben ausgewirkt hat. Bei einem Drittel (32%) wurde der Alltag in den vergangenen zwölf Monaten gleich mehrmals negativ durch Stress beeinflusst. Das ist das Ergebnis einer Studie des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ipsos. Die Hälfte der Befragten (49%) hat sogar mindestens einmal ein so hohes Stresslevel verspürt, dass sie das Gefühl hatten, die Anforderungen des Lebens nicht mehr bewältigen zu können. Mehr als jeder Dritte (36%) berichtet außerdem von so schwerwiegenden Stressbelastungen, dass er für einen bestimmten Zeitraum im letzten Jahr nicht zur Arbeit gehen konnte.
Die heutige Arbeitswelt ist geprägt von einem immer häufigeren und schnelleren Gefühl der Überforderung und dem Bedürfnis nach einer Auszeit. Doch wie real ist dieser Stress wirklich? Professor Dr. Volker Busch, renommierter Neurowissenschaftler und Arzt, klärt auf und entlarvt gängige Mythen rund um das Thema Stress. Er betont: die gefühlte Belastung ist oft größer, weil wir heute anders über Stress sprechen. Seine These: Stress ist weit weniger gefährlich als oft angenommen.
Sommer, Sonne, Schlafprobleme? So bleibt es Zuhause kühl
Hitzeschutz im Dachgeschoss
Hamburg - Meist ist die Freude groß, wenn nach dem Winter die Temperaturen wieder steigen. Doch im Sommer kann das auch zur Belastung werden – gerade bei extremen Hitzeperioden. Eine Studie im Auftrag von Velux zeigte, dass bei übermäßiger Hitze Schlafprobleme die Lebensqualität von 41 Prozent der Deutschen am stärksten beeinträchtigen. Doch wer sein Schlafzimmer oder besser gleich die ganze Wohnung rechtzeitig vor steigenden Temperaturen schützt, muss keine Sorge vor tropischen Sommernächten haben – selbst im Dachgeschoss nicht.
Dass Häuser und Fenster zunehmend über gute Wärmedämmwerte verfügen, ist die Grundvoraussetzung dafür, ein Aufheizen von Gebäuden zu verhindern. Doch das reicht in der Regel nicht, wenn im Sommer mehrere sonnige Tage aufeinanderfolgen. Ein Rollo innen im Raum zu schließen, hilft dann nur wenig. Wichtig ist es, außen zu verhindern, dass die energiereichen Strahlen der Sonne überhaupt auf die Fensterscheiben treffen. Claudia Peretzki, Sonnenschutz-Expertin beim Dachfenster-Hersteller Velux, empfiehlt, auf Rollläden zu setzen: „Sind sie tagsüber geschlossen, können sie an einem heißen Sommertag für eine um bis zu 5,3 Grad Celsius kühlere Temperatur im Raum sorgen.“ Zudem bieten Rollläden noch weitere Vorteile, die einen erholsamen Schlaf fördern: „Sie verdunkeln den Raum optimal und reduzieren Geräusche von außen, sei es von Regen, Hagel oder Straßenlärm.“ Es gibt sie in elektrischen oder solarbetriebenen Varianten. Letztere eignen sich insbesondere für die Nachrüstung, da sie energieautark sind und für den Betrieb keine Kabel verlegt werden müssen. Die Bedienung erfolgt per Funksteuerung. Mit dem entsprechenden Zubehör kann man sie auch per Smartphone und Sprachbefehl steuern oder automatisch auf Basis von Innenraumtemperatur und Wetterdaten. Dann schließen sich die Rollläden von selbst, bevor ein Aufheizen der Wohnung droht.
Spielend besser sehen lernen
Heimat Krankenkasse führt innovative Therapie als Zusatzleistung ein
Bis zu 6 Prozent der Kinder in Deutschland sind von einer Amblyopie betroffen. Dabei handelt es sich um eine funktionale Sehschwäche, die in der Regelversorgung durch das Abkleben des besser sehenden Auges mit einem Pflaster korrigiert wird. Als kostenlose Zusatzleistung bietet die Heimat Krankenkasse ihren kleinen Patienten jetzt eine innovative Therapie an: „Spielend besser sehen!“ ist eine Online-Sehschulung, die die Sehkraft verbessert und noch dazu Spaß macht. „Die Gesundheit ihrer Kinder steht für die meisten Menschen an erster Stelle. Als familienorientierte Krankenkasse suchen wir deshalb immer nach Möglichkeiten, die das allgemeine Versorgungsangebot für Kinder gezielt optimieren. Daher sind wir froh, dass wir mit der webbasierten Stimulationstherapie ein echtes Leistungsplus anbieten können, das die Sehschärfe verbessern kann“, sagt Andree Leniger, Bereichsleiter Kundenservice und Vertrieb, bei der Heimat Krankenkasse.
Studie entwickelt KI-Prognose über Behandlungserfolg
Studie der Uni Hohenheim nutzt KI, um Erfolgsaussichten für Adipositas-Therapie durch Lebensstiländerung vorherzusagen
Die Änderung des Lebensstils ist die am wenigsten invasive Form der Adipositas-Therapie. Sie erfordert von Patientinnen und Patienten jedoch viel Zeit und Disziplin. Zwar verlieren Teilnehmende durch strukturierte Programme zur Lebensstiländerung im Durchschnitt deutlich an Körpergewicht, doch nicht alle profitieren gleichermaßen. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Instituts für Ernährungsmedizin der Universität Hohenheim in Stuttgart entwickelte nun ein Verfahren, das bereits vor Therapie-Beginn Aufschluss über den Behandlungserfolg geben soll. Ihre Ergebnisse veröffentlichten Dr. Benjamin Seethaler und Prof. Dr. Stephan C. Bischoff zusammen mit weiteren Forschungspartnern in der angesehenen Fachzeitschrift Microbiome.doi.org
Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie: Diese Kombination führt bei Patientinnen und Patienten mit Adipositas zu beachtlichen Erfolgen. „An der Universität Hohenheim wenden wir diese einjährige Therapie seit rund 20 Jahren an“, berichtet Prof. Dr. Bischoff.
Das Programm führe in der Regel zu einer deutlichen Gewichtsabnahme von ca. 20-30 Prozent des anfänglichen Körpergewichts. Hinzu kämen weitere gesundheitliche Verbesserungen: „Wir beobachten, dass Body-Mass-Index, Körperfettanteil und Taillenumfang zurückgehen, ebenso Gesamt- und LDL-Cholesterin sowie Entzündungsmarker“, so der Ernährungsmediziner.
Was jedoch ebenfalls auffalle: „Manche Personen erzielen trotz hoher Teilnahmehäufigkeit geringere Effekte als andere“, berichtet Prof. Dr. Bischoff. „Das Problem dabei ist: Wer ein Jahr lang Zeit, Mühe und Geld in das Programm investiert und dennoch wenig davon profitiert, ist möglicherweise weniger motiviert, weitere Versuche zur Gewichtsabnahme zu unternehmen, und könnte zukünftig von weiteren Abnehmversuchen absehen.“
Studie: Ärzte machen SEO statt Aufklärung
– sie erklären ästhetische Behandlungen nicht verständlich genug
München – Eine WORTLIGA-Studie für EXELERA® untersuchte, wie Arztpraxen online mit Patienten über ästhetische Behandlungen kommunizieren. Die Studie analysierte 1.004 ärztliche Leistungsseiten mit über 500.000 Wörtern und bezog elf Großstädte ein. Trotz regionaler Unterschiede deckt die Analyse flächendeckend Schwächen in der Patienten-Kommunikation auf. Die Praxen bereiten komplexe Sachverhalte nicht verständlich auf. Die Ansprache der Patienten scheitert an akademischem Fachjargon, Passiv-Konstruktionen und SEO-Fokus.
Die Studie untersuchte Texte zu Selbstzahlerleistungen in der ästhetischen Dermatologie und plastischen Chirurgie. Analysiert wurden Leistungsseiten zu Behandlungen mit Botulinumtoxin, Hyaluronsäure und Laser.
Gesundheitskompetenz: Ärzte riskieren Missverständnisse und verspielen Vertrauen
Im Vergleich führen Praxen aus München das Ranking zwar knapp an. Trotzdem erreichen sie nur einen durchschnittlichen WORTLIGA-Score von 49,7 Punkten. Das Schlusslicht bildet Bremen mit 43,5 Punkten. Erst ab einem Wert von 60-70 Punkten gelten Texte als professionell und leicht verständlich für das breite Publikum. Der Score misst die Lesbarkeit, sprachliche Hürden wie Schachtelsätze, Passiv-Jargon sowie den bürokratischen Nominalstil. Das etablierte Punktesystem wird unter anderem von der AOK in ihrem Handbuch zur Verbesserung von Gesundheitskompetenz empfohlen.
„Patientenfreundliche Sprache ist kein bloßes Marketinginstrument. Sie verbessert den Austausch. Sie ist die Grundlage für gegenseitiges Vertrauen. Sie trägt maßgeblich zur bestmöglichen Behandlung bei“, sagt Dr. Alexandra Ogilvie. Sie ist Gründerin des Fortbildungsinstituts für ästhetische Medizin EXELERA® und Fachärztin für Dermatologie, Lasertherapie, dermatologische Kosmetologie.
Studienleiter Gidon Wagner von WORTLIGA sagt: „Wenn Mediziner Leistungen zu kompliziert erklären, verschaffen sie sich damit keinen Respekt. Das Vertrauen schwindet. Patienten informieren sich auf TikTok oder bei ChatGPT und Co. Ein Klartext-Check sollte für jede Praxis zum Standard werden: auch aus rechtlichen Gründen mit Blick auf das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG).“
Laser- und Hyaluron-Texte besonders schwach
Für den Test nutzten die Autoren linguistische Algorithmen. Sie analysierten unter anderem Satzlängen, Wortkomplexität und semantische Muster, um ein valides Bild der digitalen Kommunikation zu zeichnen.
Besonders bei Erklärungen zu Laser- und Hyaluronbehandlungen schnitten die Texte sehr schlecht ab. Ohne genaue redaktionelle Kontrolle tendieren diese Beschreibungen zu hochkomplexen Medizin- und Physikvorlesungen, was das Lesen für Patienten massiv erschwert. Lediglich bei Botulinumtoxin-Behandlungen zeigten sich verständlichere, kürzere Kausalketten.
„Mehr als eine reine Mängelanalyse“
Die Studie zeigt ein weiteres Ergebnis: Die Branche spricht auf paradoxe Weise über Risiken. Medizinische Autoren beschreiben Behandlungsziele mit emotionalen Adjektiven, während sie Nebenwirkungen gezielt verharmlosen: Dafür nutzen sie extrem kurze Sätze oder Checklisten. So komprimieren sie die Risiken optisch.
Der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie sowie EXELERA-Gründer Dr. med. Dominik von Lukowicz sagt: „Diese Studie ist mehr als eine reine Mängelanalyse. Sie bildet die inhaltliche Klammer um ein Thema, bei dem ein radikales Umdenken zwingend erforderlich ist. Verständlichkeit ist ein wichtiges Instrument für Medizinerinnen und Mediziner, das auch in unseren Fortbildungen einen festen Platz hat.“
Hier laden Sie die Studie kostenfrei herunter:https://wortliga.de/st...hetik.html
Studie: Grippekranke kurieren sich nicht richtig aus
Leverkusen - Vor allem Frauen und Teilzeitbeschäftigte fühlen sich genötigt, so schnell wie möglich zur Arbeit zurückzukehren. Sie bleiben zwar bei Grippe und Co. zu Hause, kurieren sich aber nicht vollständig aus. Bei leichten Erkrankungen schleppen sich die Arbeitnehmer noch oft ins Büro oder den Betrieb. Dies sind Ergebnisse einer aktuellen Umfrage der pronova BKK.
Die Mehrheit der deutschen Arbeitnehmer ignoriert die Warnsignale des Körpers. Bei vergleichsweise leichten Beschwerden wie Rückenschmerzen, einer Erkältung oder Magenproblemen erscheinen die Bundesbürgerinnen und -bürger trotzdem am Arbeitsplatz. 57 Prozent der Befragten gehen mit Rückenschmerzen zum Job. Jeden Zweiten hält auch eine leichte Erkältung mit Husten und Schnupfen oder Magen-Darm-Beschwerden nicht von der vermeintlichen Pflichterfüllung ab. Mit Heuschnupfen und anderen Allergien sind 44 Prozent noch im Job. Selbst mit einem ansteckenden Infekt fühlen sich noch 22 Prozent arbeitsfähig und holen sich keine Krankschreibung. 16 Prozent sind selbst mit einer Grippe mit Fieber oder einer Bronchitis nicht an der Arbeit zu hindern.
Tabletten, Tabak & Tollkirsche: Wenn Neugier Kids in Gefahr bringt
KKH: Vergiftungsrisiko vor allem für die Jüngsten hoch
Hannover – Fängt ein Kind an zu krabbeln und zu laufen, beginnt es, die Umgebung zu erkunden, in Schubladen und hinter Schranktüren zu schauen oder Pflanzen auf Balkon und Terrasse zu entdecken. Nicht immer können Eltern ihre Schützlinge dabei im Blick haben. So kann es schnell passieren, dass Kinder mit schädlichen Substanzen in Kontakt kommen, die zu einer Vergiftung führen können. Genussmittel, Medikamente, Reinigungsmittel und Lampenöle zählen ebenso zu den Gefahrenquellen wie Farben und Lacke, flüssige Grillanzünder, Dünger, Antischädlings- und Pflanzenschutzmittel oder auch Giftpflanzen. Allein beim Giftinformationszentrum Nord – zuständig für die norddeutschen Bundesländer mit Sitz in Göttingen – wurden 2020 insgesamt rund 42.400 Vergiftungsfälle einschließlich Verdachtsfällen registriert. Mit 16.457 Fällen am stärksten vertreten ist die Gruppe der Ein- bis Vier-Jährigen. Viele Vergiftungen von Kindern ereignen sich im häuslichen Umfeld.
Tag der seltenen Erkrankungen 2026
Der lange Weg zur Diagnose: Menschen mit seltenen Krankheiten durchleiden oft eine jahrelange Odyssee bis zur Gewissheit
Bonn - Etwa zehn Jahre dauert es im Durchschnitt, bis ein Mensch mit seltener Netzhauterkrankung die endgültige Diagnose erhält. Das sind lange Jahre der Ungewissheit. Rund ein Fünftel der Betroffenen konsultierte über fünf Ärzte bis zur finalen Diagnose. Circa ein Drittel der Betroffenen erlebt in dieser Zeit zudem eine Fehldiagnose und infolgedessen oft eine falsche Behandlung. PRO RETINA Deutschland e. V. fordert daher anlässlich des Tags der seltenen Erkrankungen am 28. Februar, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um den Leidensweg der Betroffenen zu verkürzen.
„Endlich die Gewissheit der Diagnose zu bekommen ist für Menschen mit Netzhauterkrankung eine enorme Erleichterung, auch, wenn es für die meisten erblich bedingten Netzhauterkrankungen noch keine Therapien gibt“, weiß Dario Madani, Geschäftsführer von PRO RETINA. Die gute Nachricht: Jüngere Patientinnen und Patienten erhalten im Durchschnitt nach zwei Jahren die finale Diagnose – ein Zeitraum, den PRO RETINA sich für Betroffene jeden Alters wünscht.
TIA: Warnsignal aus dem Gehirn
Warum Mini-Schlaganfälle niemals ignoriert werden dürfen
95.000 Betroffene pro Jahr in Deutschland – Lähmung, Sprachstörung, Sehausfall, und plötzlich ist alles wieder gut? Warum diese Warnsignale lebensrettend sein können, weiß die Debeka, Deutschlands größte private Krankenversicherung.
TIA: Der unterschätzte Notfall
Plötzlich versagt ein Arm, die Sprache stockt, ein Auge sieht verschwommen – nach Minuten ist alles vorbei. Was viele erleichtert, ist ein Notfall: eine transitorische ischämische Attacke (TIA), auch „Mini-Schlaganfall" genannt. In Deutschland erleiden jährlich rund 95.000 Menschen eine TIA. Jeder dritte Schlaganfall kündigt sich so an. Jeder Zehnte erleidet innerhalb der nächsten 48 Stunden einen Schlaganfall – mit bleibenden Schäden oder tödlichem Ausgang.
Was ist eine TIA?
Ein Blutgerinnsel oder eine Gefäßverengung blockiert kurzzeitig den Blutfluss zum Gehirn. Nervenzellen fallen aus, neurologische Symptome treten auf. Der Unterschied zum Schlaganfall: Die Blockade löst sich von selbst. Die Symptome verschwinden innerhalb von 24 Stunden – meist schon nach Minuten. Das Gehirn bleibt unbeschädigt, doch die Ursache besteht weiter: verengte Halsschlagader, Vorhofflimmern oder Gerinnungsstörungen.
TK und AMSEL starten Telemedizin-Projekt für Multiple Sklerose (MS)-Erkrankte
Mehr Bewegung im Alltag!
"MS bewegt" heißt das gemeinsame Projekt, das die Aktion Multiple Sklerose Erkrankter, Landesverband der DMSG in Baden-Württemberg e.V. (AMSEL) und die Techniker Krankenkasse (TK) jetzt auf den Weg gebracht haben. Ziel ist es, mehr Bewegung in den Alltag von MS-Erkrankten zu bringen.
Viele Menschen, die an der chronisch-entzündlichen Nervenerkrankung Multiple Sklerose (MS) leiden, sind in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkt. Dabei ist wissenschaftlich belegt, dass sich Bewegung und Gesundheitssport positiv auswirken, insbesondere auch bei Menschen mit MS. „Bisher fehlen jedoch geeignete Strukturen und Handlungsmöglichkeiten, die es den MS-Erkrankten ermöglichen, mit gezielter Bewegung selbstbestimmt und eigenverantwortlich ihrer chronischen Erkrankung entgegenzutreten", bedauert Götz Zipser, Geschäftsführer der AMSEL.
Toxische Metalle als Gesundheits-Blocker
In Zeiten von wachsender Belastung des Körpers durch Umweltprobleme stellt sich nicht mehr die Frage, ob dies gesundheitliche Folgen haben kann – sondern wie schwerwiegend sie sind. Toxische Metalle lagern sich in den Zellen ein und versperren wichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen den Zugang. Sicht- oder spürbar sind diese von außen nicht – genau wie die gesundheitsgefährdenden Stoffe in der Nahrung und Luft. Mit der neuen Zell-Screening-Methode wird die Konzentration von toxischen Metallen binnen Sekunden erkannt und ausgewertet – dann kann gezielt etwas gegen Versorgungsmängel im Körper unternommen werden.
Klassische Messverfahren versus innovatives Zell-Screening
Kennen Sie das? Der Arzt nimmt zur Untersuchung Blut ab, danach heißt es ein paar Tage auf die Laborwerte warten. Sind diese endlich eingetroffen, folgt ein erneuter Arztbesuch – erst dann herrscht Klarheit über die Belastung durch toxische Metalle und Versorgung des Körpers mit lebensnotwendigen Mineralstoffen und Spurenelementen. Ziemlich zeitaufwändig, und auch die Kosten lassen manche vor einer solchen Untersuchung zurückschrecken. Ganz zu schweigen von der Angst vieler Menschen vor der Blutabnahme.
Trotz Chemotherapie in die Sonne?
Krebspatientinnen und -patienten sollten sich besonders vor UV-Strahlung schützen
Auch Krebserkrankte freuen sich über Sommer, Sonne und Wärme. Aber Vorsicht: Ausreichender Sonnenschutz ist ein Thema, das jeden angeht. Doch dies gilt in besonderem Maße für Patientinnen und Patienten während und nach einer Chemotherapie. Denn je nach eingesetztem Therapeutikum kann es zu einer ausgeprägten Lichtempfindlichkeit gegenüber den langwelligeren UV-A-Strahlen kommen. Sonnenbrand, Rötungen der Haut und Blasen können die Folge sein. Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums erläutert die Hintergründe und weist auf Schutzmaßnahmen hin.
Es gibt eine Vielzahl von Krebsmedikamenten, die bei Krebspatientinnen oder -patienten eine gesteigerte Lichtempfindlichkeit hervorrufen können. Schon ein kurzer Aufenthalt in der Sonne oder sogar unter bewölktem Himmel kann dann heftige Hautreaktionen an dem Licht ausgesetzten Stellen, wie Gesicht oder Armen, hervorrufen. Diese ähneln einem klassischen Sonnenbrand oder äußern sich als Verfärbung der Haut. Auch die Nägel können betroffen sein. Die Empfindlichkeit der Haut gegenüber Licht ist nicht nur von der verabreichten Chemotherapie abhängig. Auch die jeweiligen Hauteigenschaften spielen eine Rolle, also Hauttyp, Bräunungsgrad, Hautdicke, Behaarung und individuelle Empfindlichkeit.
Geschädigte Hautzellen und allergische Reaktionen
Häufige Folge der hohen Lichtempfindlichkeit sind phototoxische Reaktionen. Dabei entstehen durch die gesteigerte Lichteinwirkung in der Haut Substanzen, die die Hautzellen schädigen und dann Reaktionen ähnlich einem starken Sonnenbrand hervorrufen können. Eine phototoxische Reaktion kann auch dann auftreten, wenn ein Medikament die natürlichen Schutzmechanismen der Haut schwächt, so dass schädliche Substanzen nicht mehr ausreichend abgebaut werden können. Bei den selteneren photoallergischen Reaktionen wird vermutet, dass sich das Krebsmedikament unter Lichteinwirkung mit biologischen Strukturen, wie zum Beispiel Eiweißen in der Haut verbindet. Zellen des Immunsystems registrieren diese Verbindungen als „fremd“ und greifen sie an. Die Folge ist eine allergische Reaktion mit Rötung, Juckreiz oder Ausschlag.
Gilt nicht nur für Chemotherapie
Neben der Chemotherapie können auch sogenannte zielgerichtete Therapien eine gesteigerte Lichtempfindlichkeit hervorrufen. Diese Therapieform hemmt das Tumorwachstum, indem sie gezielt Strukturen in oder auf Tumorzellen angreift, die für Wachstum, Teilung oder Überleben von Krebszellen verantwortlich sind. Auch Medikamente, die zusätzlich zur eigentlichen Krebstherapie unterstützend eingesetzt werden, können lichtempfindliche Wirkstoffe beinhalten: Antibiotika, Hormonpräparate oder Antidepressiva etwa. Ein Beispiel ist das Johanniskraut, ein pflanzlicher Stimmungsaufheller. Detaillierte Informationen bietet der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums. Ärztinnen und Ärzte beantworten täglich von 8 bis 20 Uhr Fragen rund um Krebs – telefonisch unter 0800-420 30 40 oder per E-Mail
Wie lässt sich ein Verdacht erhärten?
Liegt der Verdacht einer phototoxischen Reaktion nahe, kann mit einem Photo-Patch-Test festgestellt werden, ob ein Medikament dafür verantwortlich ist – und wenn ja, welches. Dabei wird die vermeintlich verdächtige Substanz auf zwei Hautareale aufgetragen, von denen dann eines unter standardisierten Bedingungen mit UV-A bestrahlt wird. Rötet sich nur das bestrahlte Areal stärker als die umliegende Haut, geht man von einer Lichtempfindlichkeit durch die untersuchte Substanz aus. Oft verschwinden die Veränderungen von selbst, wenn die Haut keiner UV-Strahlung mehr ausgesetzt wird. Sollte es die Behandlung der Krebserkrankung zulassen, kann im Einzelfall auch zu einem anderen Medikament gewechselt werden.
Schutzmaßnahmen konsequent einhalten
Der komplette Verzicht auf Sonnenlicht während und auch noch einige Zeit nach der Einnahme von Medikamenten, die die Lichtempfindlichkeit steigern, ist kaum realisierbar und würde auch einen großen Eingriff in die Lebensqualität der Betroffenen bedeuten. Umso wichtiger ist der konsequente Schutz vor den langwelligeren UV-A-Strahlen. Diese werden durch manche Sonnencremes und dünne Kleidung oft nicht ausreichend abgefangen. Krebserkrankte sollten darum bei jedem Aufenthalt im Freien eine Sonnencreme mit UV-A-Filter und sehr hohem Lichtschutzfaktor (SPF 50+) alle 2 Stunden neu auftragen und direkte Sonneneinstrahlung zwischen 11 und 15 Uhr konsequent vermeiden. Zum Schutz der Augen vor möglichen phototoxischen Schäden ist eine Sonnenbrille mit UV-A- und UV-B-Filter sinnvoll. Auch ein Sonnenhut und dichtere Kleidung können gute Dienste leisten – gegebenenfalls auch bei längeren Autofahrten. Für Autos gibt es zudem UV-A-undurchlässige Schutzfolie, die auf Fensterscheiben oder auch dem Glasdach eines Autos aufgebracht werden kann. Genaue Angaben darüber, wie lange diese Schutzmaßnahmen nach Beendigung der Chemotherapie weitergeführt werden sollten, gibt es aktuell nicht.
Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, Interessierte und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs.
Uni Hohenheim startet Projekt „Sei dabei, RAUCHFREI!“ an Berliner Tafel
Mehr Geld fürs Essen:
Wer wenig Geld zur Verfügung hat, muss sich jeden Einkauf gut überlegen. Wenn dann auch noch ein Teil des Budgets für Zigaretten abgeht, kann es spätestens am Monatsende schwierig werden, ausreichend Geld für gesunde Lebensmittel zur Verfügung zu haben. Doch etablierte Programme zur Rauchentwöhnung suchen einkommensschwache Menschen nur selten auf, sagt Prof. Dr. Nanette Ströbele-Benschop. Die Ernährungspsychologin an der Universität Hohenheim in Stuttgart will nun ein Rauchentwöhnungsprogramm an die Bedürfnisse von Tafelkundinnen und -kunden anpassen.
Rauchen zählt zu den größten Risiken für vorzeitige Todesfälle und schwere Erkrankungen. In Deutschland sterben jährlich rund 120.000 Menschen an Erkrankungen, die mit dem Tabakrauchen assoziiert sind. Neben individuellen Belastungen durch das Tabakrauchen fallen jährlich insgesamt 79 Mrd. Euro soziale Kosten an, die überwiegend über die gesetzlichen Sozialversicherungen gTetragen werden.
Ob jemand raucht oder nicht, hängt unter anderem von seinem Einkommen ab. Unter Menschen mit niedrigem sozialem Status gibt es besonders viele Tabakkonsumenten. „Das ist gleich ein doppeltes gesundheitliches Problem“, stellt Prof. Dr. Nanette Ströbele-Benschop von der Universität Hohenheim fest, „denn bei Menschen mit niedrigem Einkommen konkurrieren das Bedürfnis nach Zigaretten und das nach ausreichend Lebensmittel um die geringen finanziellen Mittel.“
UV-Strahlung auch hinter Glas gefährlich?
Alle Jahre wieder zieht es in der warmen Jahreszeit viele Familien mit dem Auto in den Urlaub. Dass ultraviolette (UV-)Strahlen ein Risiko für Sonnenbrand, vorzeitige Hautalterung und Hautkrebs darstellen, ist vielen bekannt. Aber schützen Autoscheiben ausreichend vor der gefährlichen Strahlung? Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums klärt auf.
Bei der UV-Strahlung des Sonnenlichts handelt es sich um für den Menschen unsichtbare, elektromagnetische Wellen mit unterschiedlicher Energie. Die hochenergetischen UVC-Strahlen erreichen uns nicht, denn die Ozonschicht lässt sie nicht durch. Anders die energieärmeren UVA- und UVB-Strahlen. Sie gelangen durch die Erdatmosphäre und können Sonnenbrand, vorzeitige Hautalterung und Linsentrübung verursachen. Auch für die Entstehung der meisten Formen von Hautkrebs sind sie der Risikofaktor Nummer eins.
Veränderung im Verwaltungsrat der Gesundheitszentrum Fricktal AG
Rheinfelden, - Im Verwaltungsrat der Gesundheitszentrum Fricktal AG wechselt das Präsidium. Kurt Jakober, Präsident der Gesundheitszentrum Fricktal AG und der Gesundheitsstiftung Fricktal, übergibt an Katharina Hirt aus Magden. Am 4. Mai 2017 übernahm Katharina Hirt aus Magden das Präsidium des Verwaltungsrats der Gesundheitszentrum Fricktal AG. Katharina Hirt war zuletzt stellvertretende CEO und Mitglied der Geschäftsleitung der GZF AG. Durch ihre 32-jährige Tätigkeit im Unternehmen ist sie mit dem Gesundheitswesen bestens vertraut. Als Geschäftsleitungsmitglied hat sie in den letzten Jahren ebenfalls wesentlich zur Weiterentwicklung der GZF AG beigetragen. Der Verwaltungsrat ist davon überzeugt, dass mit Katharina Hirt als Präsidentin die bisher eingeschlagene Strategie der Unternehmung weitergeführt werden kann.
Verwahrstelle in Höchenschwand eröffnet
Verwahrstelle in Höchenschwand eröffnet
Waldshut-Tiengen, 30.08.2024 — Für den Fall, dass die Afrikanische Schweinepest den Landkreis Waldshut erreicht, hat das Veterinäramt weitere Vorkehrungen getroffen: Gemeinsam mit der Gemeinde Höchenschwand wurde eine Verwahrstelle für Kadaver von infizierten Wildschweinen eingerichtet.
Wildschweine tragen maßgeblich zur Ausbreitung des Virus bei. Um sie zu verhindern ist es entscheidend, mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infizierte tote Wildschweine fachgerecht zu entsorgen. In Baden-Württemberg müssen diese Tiere in so genannten Verwahrstellen bis zur endgültigen Entsorgung zwischengelagert werden. Verwahrstellen erfüllen die strengen Anforderung des Tierseuchenrechts und sind mit Barrieren und wei- teren Schutzmaßnahmen ausgestattet.
Vom Real-Labor zur gesundheitserprobten Praxis
"PollDi-App" zeigt, wie Umwelt und Prävention zusammenwirken
Bad Hindelang - 2022 wurde in Bad Hindelang der Grundstein für ein bundesweit beachtetes Modellprojekt gelegt: Mit 200.000 Euro Förderung des Freistaats Bayern entstand ein Real-Labor für Umweltmedizin - mit dem Ziel, messbar zu machen, wie eine intakte Umwelt und besonders reine und pollenarme Luft zur Gesundheitsvorsorge beitragen. Im Zentrum der wissenschaftlichen Arbeit steht Prof. Dr. Claudia Traidl-Hoffmann, eine der international renommiertesten Umweltmedizinerinnen. Als Professorin an der Universität Augsburg und Direktorin des Instituts für Umweltmedizin und Integrative Gesundheit (EMIH) verbindet sie Forschung und Praxis. Gemeinsam mit Partnern vor Ort - insbesondere der KJF Alpenklinik Santa Maria unter medizinischer Leitung von Dr. Markus Koch - wird untersucht, wie Umweltfaktoren konkret die Gesundheit positiv beeinflussen.
Ein zentraler Baustein ist die speziell entwickelte "PollDi-App". Sie verknüpft Umwelt- und Gesundheitsdaten, erfasst Symptome und unterstützt Pollenallergiker mit individuellen Prognosen. Im Kern geht es um die Frage, wie eine intakte Umwelt messbar zur Gesundheitsvorsorge beitragen kann und welchen konkreten Nutzen dies für die Menschen hat. Einwohner und Gäste wurden aktiv in die Forschung eingebunden. Die ersten Ergebnisse wurden nun in der KJF Alpenklinik Santa Maria - Deutschlands einziger Hochgebirgsklinik für Kinder und Jugendliche mit chronischen Erkrankungen - vorgestellt. Eine interdisziplinäre Expertenrunde präsentierte dem Fraktionsvorsitzenden der CSU im Bayerischen Landtag, Klaus Holetschek, fundierte Auswertungen. Diese zeigen deutlich das Potenzial des Ansatzes: Die Kombination aus digitaler Anwendung, gesunder Umwelt und präzisen Daten kann Prävention wirksam stärken.
Vorräte an Blut und Blutpräparaten schmelzen aufgrund der Grippewelle rasch
Die Fastnachtstage und vor allem die zunehmenden Grippe- und Erkältungsfälle haben Auswirkungen auf die Blutversorgung. Auch zahlreiche Blutspender in Baden-Württemberg und Hessen sind erkrankt und stehen zurzeit nicht zur Verfügung. Viele Spenderliegen bleiben leer. Täglich fehlen mehrere hundert Blutspenden. Die Vorräte schmelzen rasch. Für viele Erkrankungen wie Krebserkrankungen oder Herzkrankheiten aber auch bei Blutverlusten aufgrund von Unfällen sind Bluttransfusionen oft die einzige Behandlungs- oder Heilungsmöglichkeit.
Warum dauern Entwicklung und Produktion von Corona-Impfstoffen so „lange“?
Noch kann sich nicht jeder, der möchte, mit einem der vier bisher von der EU-Kommission zugelassenen Impfstoffe gegen das Corona-Virus impfen lassen. Die Forderung nach großen Mengen an Impfstoff - und das möglichst schnell - wird lauter. Prof. Dr. Christine Schimek leitet den Studiengang Pharmamanagement und -technologie (B.Sc.) an der SRH Fernhochschule – The Mobile University und verrät spannende Hintergründe, weshalb die Impfstoff-Produktion nicht schneller erfolgt.
Corona-Impfungen sind gegenwärtig der beste Weg, um aus der Pandemie herauszukommen. Umso stärker stehen die Hersteller der Impfstoffe im Fokus von Öffentlichkeit und Politik. Der Ruf: mehr Impfdosen und das möglichst schnell. Prof. Dr. Christine Schimek von der SRH Fernhochschule verrät spannende Hintergründe zur Lage.
Wirkungsweise von mRNA-Impfstoffen
Für die mRNA-basierten Impfstoffe wird anstelle der genetischen Information die zelluläre Transportform dieser Information, die Boten-RNA (mRNA), direkt verabreicht. Das ist möglich, wenn dieses an sich instabile Molekül in winzige Lipidtröpfchen verpackt wird. Da für dieses Verfahren „nur“ die genetische Information des Krankheitserregers vollständig bekannt sein muss, können Impfstoffe vergleichsweise sehr schnell entwickelt werden und auch die Herstellung ist nicht besonders aufwändig.
Warum ist Zucker besonders in den ersten Lebensjahren ungesund?
Gesundheitliche Risiken für Kinder
Etwa jedes sechste Kind ist übergewichtig oder adipös. Bei den 11 bis 13-Jährigen ist es sogar jedes fünfte Kind. Tendenz steigend! Alarmierende Zahlen, die verdeutlichen, dass dringend Maßnahmen zur Prävention und Behandlung von Übergewicht und Adipositas bei Kindern ergriffen werden müssen. Die Debeka, größte private Krankenversicherung in Deutschland, weiß Rat.
Einfluss auf das Gewicht
Viele Kinder konsumieren zu viele kalorienreiche, nährstoffarme Lebensmittel wie Fast Food, Süßigkeiten und zuckerhaltige Getränke. Außerdem verbringen sie mehr Zeit mit sitzenden Aktivitäten statt mit körperlichen. Das sorgt für ein Ungleichgewicht zwischen Kalorienaufnahme und -verbrauch. Besser auf eine ausgewogene Ernährung achten mit möglichst wenig Fett und Zucker. Bewegung stärkt Muskeln und Knochen, verbessert Ausdauer, fördert die Fitness und hat positive Auswirkungen auf die geistige Gesundheit.
Kariesrisiko
Karies entsteht durch das Zusammenspiel von Bakterien im Mund, Zucker und Zahnbelag. Die Bakterien wandeln Zucker in Säure um, die den Zahnschmelz angreifen und Löcher in den Zähnen verursachen. Besonders Milchzähne sind anfälliger für Karies, weil ihre Schmelzschicht dünner ist als bei bleibenden Zähnen. Unbehandelte Karies kann zu Schmerzen, Infektionen und Zahnverlust führen. Eine frühe Zahnpflege, regelmäßige Zahnarztbesuche, eine möglichst zuckerarme Ernährung und keine zuckerhaltigen Getränke reduzieren das Kariesrisiko.