Biberbündnis des Landkreises nimmt Arbeit auf
Waldshut-Tiengen — Drei Biberberater wurden offiziell vom Landratsamt in den Dienst bestellt. Mit ihnen startet das Biberbündnis des Landkreises ab sofort seine ehrenamtliche Arbeit vor Ort.
Die Biberberater wurden umfassend für ihre Aufgabe geschult. Sie sind erste Ansprechpersonen, wenn es in Städten oder Gemeinden zu Problemen kommt, die durch den Biber ausgelöst wurden. Bei Schäden, Störungen oder neuen Biberaktivitäten geben sie eine erste Einschätzung an die Untere Naturschutzbehörde im Umweltamt des Landkreises ab und nehmen Kontakt mit den Betroffenen auf.
Bienen. Bedrohte Wunderwelt
30. April bis 20. September 2015 im Museum zu Allerheiligen Schaffhausen
Sie fliegen, stechen und erzeugen Honig. Dass Bienen aber viel mehr können, zeigt ab Ende April eine grosse Sonderausstellung im Museum zu Allerheiligen Schaffhausen. Die interdisziplinär angelegte Schau widmet sich auf 800m2 Ausstellungsfläche der Biologie und Kulturgeschichte der Honigbiene und beleuchtet die Vielfalt und Bedeutung der Wildbienen in der Schweiz.
In der Schweiz leben 600 Bienenarten, die Honigbiene ist eine davon. Obwohl vernachlässigbar klein, sind die winzigen Arbeiterinnen von unschätzbarem Wert. Sie liefern nicht nur Honig und Wachs; dank der enormen Bestäubungsleistung ist ihr Beitrag an unser Ökosystem und die globale Wirtschaft beträchtlich. Rund ein Drittel unserer Nahrung, so die Schätzung, hängt von der Bestäubung durch Bienen ab. Das perfekt organisierte Staatswesen der Honigbienen, die einzigartige Wabenbauarchitektur und ihre kollektive Intelligenz liess und lässt uns Menschen immer wieder staunen. Obwohl die Wissenschaft sich seit langem intensiv mit dem Phänomen beschäftigt, birgt der „Superorganismus“ Bienenstaat noch immer Geheimnisse, die nicht vollständig gelüftet sind.
Bienenseuche Amerikanische Faulbrut festgestellt
Vergangene Woche wurde in einem Bienenstand in Waldshut-Tiengen der Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut der Bienen festgestellt. Um den betroffenen Bienenstand herum wurde nach den Vorgaben der Bienenseuchenverordnung ein Sperrbezirk eingerichtet. Die Amerikanische Faulbrut der Bienen ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, die ausschließlich Bienen und Hummeln befällt. Für Menschen und andere Tiere ist der Erreger ungefährlich. Die Amerikanische Faulbrut, früher auch als Bösartige Faulbrut bezeichnet, wird durch ein Bakterium verursacht, das Bienenlarven infiziert und zum Absterben der Brut führt. Der Erreger kann durch räubernde Bienen von einem Bienenstock in den nächsten verschleppt werden. Aber auch weggeworfenen Verpackungen mit Resten von Importhonig, der oft stark mit den Sporen des Erregers belastet ist, können eine Infektionsquelle darstellen.
Biologisch gegen Hexenkraut
DBU-Projekt zum Maisanbau in Kenia
Osnabrück/Kakamega. Der pflanzliche Parasit Striga hermonthica, auch Hexenkraut genannt, ist für die Landwirtschaft in Kenia ein gravierendes Problem. Denn Striga befällt vor allem Maispflanzen – ein wichtiges Grundnahrungsmittel der Region. In einem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projekt der Welthungerhilfe wurde in Kenia die gemeinnützige Gesellschaft Toothpick Company Limited gegründet, die das biologische Bekämpfungsmittel „KichawiKill Sporenpulver“ produziert und verteilt.
Mehr als 70 Prozent der Anbauflächen in West-Kenia von „Striga“ befallen
„Striga befällt die Wurzeln von Mais und anderem Getreide und entzieht Nährstoffe sowie Wasser, sodass die Nutzpflanzen nicht mehr richtig wachsen können – das führt zu enormen Ernteverlusten“, erklärt Dr. Susanne Wiese-Willmaring, Leiterin des DBU-Referats Lebensmittel. „Studien zeigen, dass mehr als 70 Prozent der Anbauflächen in West-Kenia von Striga befallen sind und dass in Kenia jedes Jahr etwa zwölf Prozent der produzierten 2,4 Millionen Tonnen Mais verloren gehen.“ Die Striga-Samen bleiben Wiese-Willmaring zufolge zudem über Jahrzehnte im Boden und keimen immer wieder neu. Darüber hinaus hätte eine ungeeignete Bekämpfung des Hexenkrauts vielerorts eher zu einer Zunahme der Bodenverseuchung mit Striga-Samen und somit zu einem verstärkten Befall über die Jahre geführt. „Mais ist in Kenia das wichtigste Nahrungsmittel, und der landwirtschaftliche Anbau des Getreides stellt die Haupteinnahmequelle vieler kleinbäuerlicher Haushalte dar“, sagt die DBU-Expertin. „Effektive, nachhaltige und vor allem erschwingliche Pflanzenschutz-Lösungen sind daher dringend nötig.“
Hexenkraut mit Schimmelpilz bekämpfen – gemeinnütziges Unternehmen im DBU-Projekt gegründet
Das kenianische Forschungsinstitut für Landwirtschaft und Viehzucht (KALRO) hat zusammen mit der Montana State University in den USA ein biologisches Pflanzenschutzmittel gegen Striga entwickelt. „Das Verfahren basiert auf einem in Kenia heimischen Schimmelpilz und kommt vollständig ohne chemische Wirkstoffe aus“, so Wiese-Willmaring. 2017 startete die Welthungerhilfe gemeinsam mit anderen Gesellschaftern in einem DBU-geförderten Vorhaben die gemeinnützige Gesellschaft Toothpick Company Limited. Das gemeinwohlorientierte Unternehmen produziert und vermarktet das Bioherbizid in Kenia unter dem Namen „Kichawi Kill Sporenpulver“. „Die kenianische Firma produziert zunächst Pilzsporen in einer speziellen Flüssigkeit. Dazu wird eine Nährlösung mit dem Myzel des Pilzes beimpft und in sogenannten Laborschüttlern solange geschüttelt, bis sich der Pilz ausreichend vermehrt hat “, erklärt Dr. Peter Lüth, Vorstandsvorsitzender der Toothpick Company und Träger des Deutschen Umweltpreises 2002. Die Flüssigkeit mit den lebenden Pilzsporen werde anschließend mit sehr feinem Holzpulver gemischt und unter sterilen Bedingungen getrocknet. Das so hergestellte Pulver wird zum Schluss mit Puderzucker vermengt und als fertiges Produkt verpackt. „Dann kann das Bioherbizid zur Behandlung des Maissaatguts eingesetzt werden – 200 Gramm sind ausreichend für einen Hektar Anbaufläche“, so Lüth. „Durch das Pflanzenschutzmittel können wir auf mit Striga verseuchten Ackerflächen eine Ertragssteigerung von bis zu 100 Prozent erreichen.“
Offizielle Einführung von „Kichawi Kill Sporenpulver“ Anfang Dezember
Am 2. Dezember 2023 wird das Produkt offiziell in den kenianischen Markt eingeführt. „Eine umweltschonende und kostengünstige Bekämpfung von Striga kann die Produktivität landwirtschaftlicher Betriebe in Kenia deutlich steigern und so zu einer Verbesserung der Ernährungssituation beitragen“, sagt DBU-Generalsekretär Alexander Bonde. Außerdem demonstriere die Toothpick Company, „wie unternehmerisches Denken zusammen mit ökologischer und sozialer Verantwortung einen positiven Wandel in Richtung nachhaltiger Entwicklung vorantreiben kann“, so Bonde. Darüber hinaus wird nach seinen Worten in der Region die Akzeptanz für biologische Pflanzenschutzmittel gesteigert.
Im DBU-Folgeprojekt soll Verteilsystem optimiert werden
In einem DBU-geförderten Folgeprojekt wird in Kakamega in Kenia nun ein Qualitäts- und Entwicklungslabor aufgebaut sowie das Produktionsverfahren weiter optimiert. „In den nächsten Jahren wollen wir ein ausgereiftes Verteilsystem vom Labor zum Feld etablieren – perspektivisch auch in anderen afrikanischen Ländern, wo insgesamt etwa 40 Millionen kleinbäuerliche Betriebe von Striga betroffen sind“, sagt Lüth. Darüber hinaus wird an einer kostengünstigeren Alternative geforscht, um noch mehr Kleinbäuerinnen und -bauern den Zugang zum Produkt zu ermöglichen.
Buntes Programm zum 25-jährigen Bestehen
Naturpark Südschwarzwald blickt auf ereignisreiches Jahr zurück
Südschwarzwald – 1999 wurde der Naturpark Südschwarzwald e. V. auf Bestreben von zahlreichen Gemeinden und Vereinen aus der Taufe gehoben, um gemeinsam die zukünftigen Herausforderungen und Aufgaben der Region anzugehen. Aus diesem Anlass wurde 2024 unter dem Motto „Wir sind Naturpark – 25 Jahre Vielfalt und Gemeinsamkeit“ Geburtstag gefeiert. Der Naturpark blickt auf ein ereignisreiches Jubiläumsjahr zurück.
Zahlreiche Veranstaltungen prägten dieses Jahr, das unter dem Motto „Wir sind Naturpark – Wir feiern 25 Jahre Vielfalt und Gemeinsamkeit“ stand. Die Einweihung des Naturpark-Weinbergs in Glottertal, der Start der Jubiläums-Backmischungen und -Weine, 21 Jubiläums-Naturpark-Märkte im ganzen Südschwarzwald, literarische Wanderungen, Weide-Erlebnistage und vieles mehr stand auf dem Programm, das der Naturpark gemeinsam mit den Mitgliedsgemeinden sowie zahlreichen weiteren Akteurinnen und Akteuren für das Jahr 2024 gestaltet hatte. Die 2. Jahrestagung der Nationalen Naturlandschaften in Staufen war ein besonderes Highlight, bei dem sich Vertreterinnen und Vertreter der Großschutzgebiete ganz Deutschlands im Naturpark Südschwarzwald zusammenfanden. Mit ihnen sowie mit Gästen aus Politik und den Naturpark-Kommunen wurde am 18. September schließlich auch der große, bunte Festabend in Staufen im Breisgau gefeiert.
COVID-19 auf niederländischen Nerzfarmen
VIER PFOTEN fordert Verbot von Pelzfarmen nachgewiesen:
Hamburg – Nachdem auf zwei Nerzfarmen in den Niederlanden COVID-19 Infektionen bei den dort gehaltenen Tieren nachgewiesen wurden, fordert die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN ein rasches weltweites Verbot der Pelztierhaltung. Am Sonntag, 26. April, bestätigte das niederländische Agrarministerium den Nachweis des COVID-19 Virus, nachdem bei den Tieren Symptome wie Atemprobleme und erhöhte Sterblichkeit beobachtet worden waren. Einige Arbeiter zeigten ebenfalls Symptome, wurden bisher jedoch nicht getestet.
Darum sehen wir die kleinen Insekten vor einem Gewitter
Wenn ein Gewitter bevorsteht, tauchen sie plötzlich in Schwärmen auf und landen auf allem, was gerade im Weg ist: Gewittertierchen, in der Fachsprache der Biologen Thripse genannt. Die winzig kleinen schwarzen Insekten sind besonders gut auf heller Kleidung zu sehen und krabbeln auf freien Haustellen. Wir sprachen mit dem Biologen Dr. Manfred R. Ulitzka (http://www.thrips-id.com/de/), dem Fachmann auf dem Gebiet der Fransenflügler (Thysanopteren), über die Fähigkeiten dieser winzigen Insekten.
Gewittertierchen sind Schönwetterflieger
In schwüler Gewitterluft sind sie plötzlich überall: Gewittertierchen. Sie sind keine Flugkünstler, denn von sich aus können sie kaum fliegen. Vielmehr nutzen sie die durch sommerliche Thermik ausgelösten Aufwinde, um sich in der Luft zu halten. Sonniges Wetter bei Temperaturen von über 20 Grad lässt die Insekten aufsteigen. An warmen Tagen sind sie dann in großer Anzahl weit verteilt in höheren Luftschichten unterwegs. Wenn sich an einem hochsommerlichen Tag ein Gewitter entwickelt, bekommt man den Eindruck, dass die winzigen Tierchen plötzlich überall sind. Doch warum ist das so?
Was passiert mit den Thripsen, wenn ein Gewitter aufzieht?
Ein sich entwickelndes Gewitter sorgt dafür, dass die Thripse, die sich zuvor bis in eine Höhe von mehreren Kilometern in der Luft verteilen, in die unteren Luftschichten absinken und nah am Boden konzentrieren. Sie versuchen dort zu landen und nutzen jedes Objekt, das sich dazu bietet – auch den Menschen. Die Sichtbarkeit von Gewittertierchen kann also durchaus ein drohendes Gewitter anzeigen. Richtige Gewitterpropheten sind Thripse allerdings kaum, denn sobald wir die kleinen Insekten wahrnehmen, ist die Entwicklung des Gewitters schon im vollen Gange und bereits für jeden offensichtlich.
Woher wissen Thripse, dass ein Gewitter bevorsteht?
Gewitterwürmchen werden durch einen bedeutenden physikalischen Faktor zur Landung gezwungen: Der Veränderung der Feldstärke vor einem Gewitter. Die entstehende Gewittersituation übe durch die elektrische Feldschwankung Einfluss auf das Flugverhalten vieler Tiere aus, erklärt Manfred Ulitzka und bezieht dies auch explizit auf die Thysanopteren. Die genauen Gründe für ihr Verhalten sind wissenschaftlich noch nicht geklärt. „Als Auslöser dieses Verhaltens kommen nach bisherigen Erkenntnissen ausschließlich Änderungen der elektrischen Feldstärke in der Luft in Betracht“, erklärt der Biologe. Bei schönem Wetter beträgt die Feldstärke des „Schönwetterfeldes“ etwa 100 bis 300 Volt/Meter, die Thripse sind in allen Luftschichten bis in große Höhen unterwegs und lassen sich von der Thermik treiben. Entsteht ein Gewitter, so steigt die Feldstärke an und kann Werte von bis zu 50.000 Volt/Meter erreichen, dann drohen Blitz und Donner. Thripse und andere kleine Insekten reagieren mit ihrem Flugverhalten bereits bei deutlich niedrigeren Feldstärken und stellen ihre Flugaktivität spätestens bei einer Feldstärke von 8.000 Volt/Meter komplett ein. Sie legen dann einfach ihre Flügel an und sinken ab. Warum das so ist, konnte jedoch bis heute noch nicht wissenschaftlich geklärt werden.
Warum landen die Tiere dann ausgerechnet auf Menschen?
Helle Farben sind für die Insekten besonders attraktiv. Thripse können jedoch ihr Flugverhalten kaum bestimmen. In erster Linie werden sie vom Wind getragen und können die Flugrichtung durch ihre Flügelstellung nur geringfügig ändern und dies auch nur solange, wie der Wind schwach ist. Thripse landen daher vollkommen zufällig auf Menschen.
Wann die Bedingungen für Thripse besonders gut sind, kann jeder mit der WetterOnline-App herausfinden. Sie zeigt zuverlässig an, wann Gewitter drohen.
Deponierung der Produktionsschlacken der HC Starck auf der Kreismülldeponie Lachengraben
In der Zeit vom 18.12.2017 bis 21.12.2017 lieferte die HC Starck Smelting Laufenburg 2.000 Tonnen schwach radioaktive Produktionsschlacken zur Deponierung auf der Kreismülldeponie Lachengraben an. Weitere Anlieferungen dieses Umfangs sind in den Jahren 2018 und 2019 geplant.
Der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Landkreises Waldshut lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aus Wehr und Schwörstadt herzlich zu einer Informationsveranstaltung zu den Schlackenanlieferungen der HC Starck am Montag, den 22.01.2018 um 15:30 Uhr auf die Kreismülldeponie Lachengraben ein.
Deutscher Umweltpreis der DBU „hoch angesehen“
Steinmeier: Wegen des Klimawandels Lebensweise und Gewohnheiten ändern
Osnabrück/Lübeck. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat heute (Sonntag) in Lübeck Klimaforscherin Prof. Dr. Friederike Otto und Holzbau-Pionierin Dipl.-Ing. Dagmar Fritz-Kramer „aus ganzem Herzen“ zum diesjährigen Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gratuliert. Die Gratulation für den „hoch angesehenen“ Preis sei zugleich „eine erneute Mahnung und Aufforderung an uns alle“, so Steinmeier in seiner Rede beim Festakt in der Musik- und Kongresshalle. „Wir müssen uns, unsere Gewohnheiten und unsere Lebensweise noch in vielem ändern, um der großen Herausforderung des Klimawandels gerecht zu werden“, sagte er.
Bundespräsident: Kampf gegen Klimawandel muss weiter ganz oben auf der politischen Prioritätenliste bleiben
Steinmeiers Forderung: „Der Kampf gegen den Klimawandel darf nicht von seinem Platz ganz oben auf der politischen Prioritätenliste verdrängt werden“ – auch wenn nun „neue Bedrängnisse im Osten Europas oder im Nahen Osten“ hinzugekommen seien. In den kommenden Jahren werde zwar „eine enorme Kraftanstrengung“ erforderlich sein. „Aber die gute Nachricht ist: Wir haben es selber in der Hand – wir alle, jede und jeder Einzelne in unserem Alltag“, sagte das Staatsoberhaupt. DBU-Generalsekretär Alexander Bonde sagte, man müsse den vielen Krisen der Zeit trotzen und nicht in Verzweiflung geraten. „Denn Panik ist ein schlechter Motor für Veränderung“, so Bonde. Wie Steinmeier rief der DBU-Generalsekretär zum Handeln auf, um zu zeigen, „dass wir diese Krisen lösen und bekämpfen können – nicht mit einem ,Weiter so‘ wie bisher, sondern für eine Kurskorrektur mit aller Kraft und Energie“. Nach den Worten des Bundespräsidenten stehen „die Länder der Welt“ auf der in Dubai bald beginnenden 28. Weltklimakonferenz „in der Pflicht, mit ambitionierten Maßnahmen alles Menschenmögliche zu unternehmen, um der menschlichen Zivilisation inklusive Flora und Fauna im besten Sinn des Wortes Luft zum Atmen zu verschaffen.“
Deutscher Umweltpreis der DBU für „zwei außergewöhnliche Frauen“
In seiner Festakt-Rede nannte Steinmeier Friederike Otto und Dagmar Fritz-Kramer „zwei außergewöhnliche Frauen“, die beide auf jeweils unverwechselbare Weise „mit Engagement und Überzeugung“ die Folgen des Klimawandels bekämpfen. Fritz-Kramer zeichne „jener gute Eigensinn“ aus, „der im besten Sinn der Wissenschaft durch Ausprobieren und Erfahrung immer noch klüger macht“. Klimawissenschaftlerin Otto wiederum wirke wie eine „Klima-Profilerin“ auf der Suche nach der Rolle des Klimawandels bei Extremwetter wie Stürme, Überflutungen, Hitze oder Dürren, sagte Steinmeier in Anspielung auf die in True-Crime-Serien nach Zusammenhängen und Tathergängen forschenden Ermittler.
Wegweisende Forschungsarbeiten für die Zuordnungswissenschaft
Die am Imperial College London arbeitende Klimawissenschaftlerin Friederike Otto hat sich mit wegweisenden Forschungsarbeiten um die sogenannte Zuordnungswissenschaft einen Namen gemacht. Die auch Attributionsforschung genannte Disziplin ergründet, welche Rolle der Klimawandel beim Wetter spielt – also ob und welche Zusammenhänge zwischen Klimaveränderungen und Extremwetter wie Hitzewellen, Dürren, Überflutungen und Starkregen bestehen. 2015 hat Otto die Initiative World-Weather-Attribution (WWA) mit begründet und das Verfahren der Attribution von extremen Wetterereignissen zum menschengemachten Klimawandel maßgeblich mitentwickelt. Es geht vor allem um drei Faktoren: die schnelle Veröffentlichung wissenschaftlich fundierter Erkenntnisse über mögliche Zusammenhänge zwischen globalem Klimawandel und regionalem Extremwetter, neben Ursachenforschung auch die Darstellung lokaler Folgen der globalen Klimakrise sowie schließlich drittens Vorschläge für wirksame Anpassungsmaßnahmen.
Baustoff Holz als hervorragender Klimaschützer
Dagmar Fritz-Kramer ist Geschäftsführerin des in vierter Generation bestehenden Allgäuer Familienbetriebs Bau-Fritz GmbH & Co. KG, kurz Baufritz. Das Unternehmen hat sich auf Fertigholzbau bei Häusern, Wohnungen und Sanierungen spezialisiert. Der Baustoff Holz gilt als hervorragender Klimaschützer. Denn er speichert große Mengen an Kohlenstoff und verhindert so die Bildung von klimaschädlichem Kohlendioxid. Der Gebäudesektor ist schon jetzt ein Schlüsselfaktor, wenn Deutschland wie geplant bis 2045 klimaneutral werden will: Er verursacht nämlich hierzulande etwa 40 Prozent der bundesweit jährlich ungefähr 746 Millionen Tonnen Emissionen an klimaschädlichen Treibhausgasen wie Kohlendioxid (CO2).
„Kreislaufwirtschaft pur“ und die Rettung von Menschenleben
Steinmeier wies auf ein akutes Dilemma des Bausektors hin: Wenn es inzwischen etwas nicht mehr gebe „wie Sand am Meer“, dann sei das ausgerechnet Sand – bedingt durch den enormen Verbrauch für Beton und andere herkömmliche Baumaterialien. Der Bundespräsident: „Wir haben unsere Behausungen und Städte auf Sand gebaut und können das nicht endlos fortsetzen.“ Fritz-Kramer habe mit ihrem Betrieb nicht nur ökologisch-nachhaltige sowie ästhetisch attraktive vorgefertigte Häuser und Bausysteme entwickelt, sondern biete auch Recycling an. Steinmeier: „Kreislaufwirtschaft pur, sozusagen.“ Holz sei ein wunderbarer Rohstoff, so Steinmeier. „Als Sohn eines Tischlers“ dürfe er das sagen. Friederike Otto habe sich mit dem WWA-Team durch Echtzeit-Informationen über Zusammenhänge von Klimawandel und Extremwetter große Verdienste erworben. Sie helfe, „den häufig in die Welt gesetzten Fake News über aktuelle Wetterphänomene überprüfbare wissenschaftliche Fakten entgegenzusetzen“, so das Staatsoberhaupt. Und: Ottos Arbeit erlaube Voraussagen, an welchen Orten aufgrund des Klimawandels Extremwetter drohe – und ermögliche dadurch Präventions- und Vorbeugungsmaßnahmen, „die Menschenleben retten können“, sagte Steinmeier.
Hintergrund:
Mit dem 2023 zum 31. Mal verliehenen Deutschen Umweltpreis der DBU werden Leistungen von Menschen ausgezeichnet, die vorbildlich zum Schutz und Erhalt der Umwelt beitragen. Kandidatinnen und Kandidaten werden der DBU vorgeschlagen. Berechtigt dazu sind etwa Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, Kirchen, Umwelt- und Naturschutzverbände, wissenschaftliche Vereinigungen und Forschungsgemeinschaften, Medien, das Handwerk und Wirtschaftsverbände. Selbstvorschläge sind nicht möglich. Eine vom DBU-Kuratorium ernannte Jury unabhängiger Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Technik und gesellschaftlichen Gruppen empfiehlt dem DBU-Kuratorium Preisträgerinnen und Preisträger für das jeweilige Jahr. Das DBU-Kuratorium fällt die endgültige Entscheidung. Infos zum Deutschen Umweltpreis und Ausgezeichneten: https://www.dbu.de/umweltpreis sowie https://www.dbu.de/umweltpreis-blog/
Dinosaurier Museum Altmühltal zeigt den wahren Dracula
Paläontologen präsentieren im Rahmen der Eröffnung der Flugsaurier-Sonderausstellung „Die Herrscher der Lüfte“ ein Fossil, das die Forschung vor neue Herausforderungen stellt: Der Pterosaurier unterscheidet sich im Körperbau von anderen bisher bekannten Arten. Seine gut erhaltenen Überreste zeigen: Es handelt sich um den größten und robustesten je gefundenen Flugsaurier. Die Wissenschaftler sprechen von einer bedeutenden Entdeckung.
Denkendorf - Mit der Flugsaurier-Sonderausstellung „Die Herrscher der Lüfte“ eröffnet das Dinosaurier Museum Altmühltal die neue Museumshalle und präsentiert neben 24 bedeutenden Exponaten aus dem Altmühl-Jura einen Sensationsfund aus Transsilvanien: Der Pterosaurier mit dem an seine Herkunft Transsilvanien angelehnten Spitznamen „Dracula“ unterscheidet sich im Körperbau von anderen bisher bekannten Arten.
Entnahme von Wasser aus Oberflächengewässern wird eingeschränkt
Waldshut-Tiengen — wenn die Wasserstände an drei Referenzgewässerpegeln einen bestimmten Wert erreicht haben oder unterschritten werden, gilt ein Wasserentnahmeverbot.
Mit Ausnahme des Jahrs 2013 sind in den letzten zwanzig Jahren, die Niederschläge ausgeblieben, die zur Grundwasserneubildung und damit zur Erholung der Grundwasserverhältnisse beitragen konnten. Trotz der recht feuchten ersten Jahreshälfte 2024 kann noch nicht von einer Trendumkehr gesprochen werden. Die fehlenden Niederschläge wirken sich insbesondere auf oberflächennahe Grundwasservorkommen (Quellen) aus, aber auch auf die tieferen Grundwasserleiter. „Die letzten beiden Jahrzehnte zeigen eindrücklich, dass sich klimatisch veränderte Bedingungen eingestellt haben - auch bei uns im Kreis Waldshut: Das Winterhalbjahr wird tendenziell milder und nasser, die Sommer werden heißer und trockener. Im Wasserhaushalt sind diese Veränderungen bereits deutlich sicht- und messbar“, so Erste Landesbeamtin Tina Schlick.
Felix Keller präsentiert Schnei- und Ice-Stupa-Testanlage
Eines der bedeutendsten Projekte zum Thema Klimawandel und Gletscherschmelze hat einen großen Fortschritt erzielt. Heute, 11. Februar 2021, wurde die neue Schneiseil- und Ice-Stupa-Testanlage an der Talstation Diavolezza im Oberengadin erstmals in Betrieb genommen. Dr. sc. nat ETH Felix Keller, Glaziologe und Experte für Schnee und Permafrost, setzt damit einen weiteren Meilenstein im Gletscherprojekt MortAlive. Mit der Anlage könnte nicht nur das Abschmelzen des Morteratschgletschers verlangsamt, sondern auch weltweit die existenzbedrohenden Wasserknappheit in Gebirgsregionen gelindert werden.
Was tun, wenn der Gletscher, der die Wasserversorgung sichert, zu schnell schmilzt? Dass das ewige Eis nicht ewig währt, ist ein weltweites Problem. Eine Schweizer Innovation könnte schon bald das Abschmelzen der Gletscher um etwa 50 Jahre verlangsamen und weltweit als Lösung gegen die drohende Wasserknappheit in Regionen wie dem Himalayagebirge oder den Anden eingesetzt werden. «Für mich ist heute ein historischer Moment.
Förderung einfach gemacht: In drei Klicks zu mehr Stadtgrün
Mit einem neuen Förder-Check unterstützt die Initiative „Grün in die Stadt“ jetzt kommunale Entscheider, die für sie passenden Förderprogramme zur Grünentwicklung schnell und unkompliziert zu finden. Alle Förderprogramme für Kommunen finden sich auf einer Webseite: Grün in die Stadt.
Ziel der Webseite ist es, die Beantragung von Fördergeldern für ein kommunales Grünprojekt zu vereinfachen. Die Seite gibt einen Überblick, welche Förderprogramme für das jeweilige Bundesland in Frage kommen, erläutert die Fördervoraussetzungen und führt bis zum Antragsformular. Erfolgreiche Förderbeispiele aus anderen Kommunen dienen als Vorbild. Fragen werden per Telefon, E-Mail oder Chat beantwortet.
Fröhliche Gesichter in der Flurneuordnung
Bewilligung der ersten Tranche in der Flurbereinigung Wehr (Dinkelberg)
„Die Genehmigung des Wege- und Gewässerplanes und die zeitnahe Freigabe der Zuschüsse in der Flurneuordnung Wehr (Dinkelberg) ist eine unverzichtbare Investition in die Zukunft des ländlichen Raumes, ein Freudentag für die Stadt Wehr und ein Gewinn für unseren Landkreis“, sagte Landrat Dr. Martin Kistler anlässlich der Übergabe des Bewilligungsbescheides. Von dieser Art der Strukturförderung profitieren nicht nur die Landwirte, sondern auch Grundstückseigentümer, schützenswerte Tier- und Pflanzenarten und Erholungssuchende.
Gartenarbeit leicht gemacht - diese Tipps helfen gegen Unkraut
Vielen von uns haben viel Freude daran, den Garten zu gestalten und Pflanzen zu neuer Kraft zu verhelfen. Nicht nur wunderschöne Blumenbeete lassen sich auf diese Weise anlegen. Auch ein Teil des Gemüses, das in der warmen Jahreszeit auf den Teller kommt, kann in eigener Regie angepflanzt werden. Doch macht sich das Unkraut breit, wird dies schnell zur lästigen Herausforderung. Was dagegen unternommen werden kann, sehen wir uns in diesem Artikel an.
Keine freiliegenden Flächen zulassen
Freiliegende Flächen sind für jedes Unkraut ein gefundenes Fressen. Denn an diesen Orten muss es sich nicht erst gegen andere Pflanzen durchsetzen, um zur Entfaltung zu kommen. Das ist der Grund, weshalb jede freie Fläche im Garten schon innerhalb weniger Tage vom Unkraut besiedelt zu sein scheint. Ein wichtiger Tipp, um Erleichterung beim Kampf gegen Unkraut zu schaffen, ist deshalb die Beseitigung solcher freien Flächen.
Das bedeutet nicht, dass jeder Zentimeter des Gartens unbedingt bepflanzt werden muss. Ein Bedecken der freien Flächen ist zum Beispiel mit Mulch möglich. Das organische Material kann mit einer Schicht von wenigen Zentimetern aufgetragen werden. Die Kosten dieses Projekts sind überaus gering, der Effekt kann sich jedoch sehen lassen. Denn durch den Mulch kann das Unkraut nicht mehr so leicht Wurzeln schlagen. Sollte sich doch einmal etwas Unkraut auf der obersten Schicht des Mulchs zeigen, so ist es ein leichtes, die Pflanze zu entfernen.
Wirksame Pflanzen einsetzen
Eine zweite Möglichkeit, um den Garten mit wenig Aufwand vom Unkraut zu befreien, sind die sogenannten Bodendecker. Hierbei handelt es sich um Pflanzen, die ganz dicht über der Erde wachsen und die dadurch sehr viel Fläche bedecken können. Meistens reicht es aus, sie in einer kleinen Zahl zu kaufen, da sie sich von selbst über den vorhandenen Raum ausbreiten. Da sie in der Regel anspruchslos sind, ist es für sie kein Problem, sich gegen andere Pflanzen durchzusetzen. Auf diese Weise wird dem Unkraut auf der Fläche die Luft zum Atmen genommen.
Es gibt eine Reihe von Gewächsen, die sich für diesen Zweck einsetzen. Je nach Geschmack können zum Beispiel das kleine Immergrün, Dickmännchen, der Gemeine Efeu, der Fiederpolster oder das Lampenputzergras eingesetzt werden. Viele verschiedene Bodendecker sind hier auf dieser Seite zu finden. Welche Pflanze am Ende den Vorzug bekommt, ist auch eine Frage des eigenen Geschmacks und des Stils, der im Garten durchgehalten werden soll.
Regelmäßig in den Garten gehen
Türmt sich die Arbeit erst einmal zu einem großen Berg auf, so ist es in der Regel schwer, sie in den Griff zu bekommen. Nach genau diesem Motto ist es ratsam, sich das Unkraut im Garten nicht über den Kopf wachsen zu lassen. Die ersten kleinen Pflänzchen können meist mit wenig Mühe ausgerupft werden. Doch haben sie ausreichend Zeit, um mit ihren Wurzeln tief in das Erdreich vorzudringen, so gestaltet sich die Entfernung deutlich schwieriger. Aus dem Grund ist es sehr zu empfehlen, regelmäßig hinaus in den Garten zu gehen und diesen gut in Schuss zu halten.
Für möglichst starken Rasen sorgen
Unkraut kann nicht nur in den Beeten zu einer echten Herausforderung werden, sondern auch den Rasen durchsetzen. Selbst die hochwertigsten Rasensamen führen nicht zu einem schönen Ergebnis, wenn sich zwischen ihnen immer wieder das Unkraut breit machen kann. Wer sich das ständige Unkraut zupfen zwischen den Grashalmen ersparen möchte, kümmert sich deshalb um eine Stärkung des Rasens. Je besser dieser gedüngt ist und je dichter er wächst, desto schwerer kann das Unkraut eine Lücke reißen. Wichtig ist außerdem der richtige Umgang mit Löchern, die an der Oberfläche zu sehen sein können. Sie gilt es schnell zu schließen, noch bevor das Unkraut dort siedeln kann. Dafür ist es von Vorteil, immer ein paar Rasensamen in der Hinterhand zu haben.
Generelles Wasserentnahmeverbot für Oberflächengewässer
- im Landkreis Waldshut bis zum 15.09.2018 verlängert
Seit dem 04. August 2018 gilt im Landkreis Waldshut ein generelles Verbot der Wasserentnahme aus Oberflächengewässern. Dieses Verbot gilt bis zum 31.08.2018. Laut Wetterprognose für die erste Septemberhälfte 2018 ist, abgesehen von einigen Gewitterschauern, nicht mit nennenswertem Niederschlag zu rechnen. Das Landratsamt Waldshut hat daher mit Allgemeinverfügung vom 27. August 2018 (http://www.landkreis- waldshut.de/aktuelles-presse/bekanntmachungen) jegliche Wasserentnahme aus Oberflächengewässern bis zum 15.09.2018 untersagt. Je nach prognostizierter Wetterlage in der 2. Septemberhälfte 2018 wird eine Aufhebung der Allgemeinverfügung geprüft werden.
Großer Weideabend in St. Märgen: Technik im Zaunbau
Infoveranstaltung für Weidetierhalter:innen am 25. Juli auf dem Langenhof der Familie Göppert
Wie können moderne Weidezäune aussehen und wie kann wolfabweisende Zäunung in der Praxis umgesetzt werden? Um diese Fragen dreht sich alles beim großen Weideabend am Freitag, 25. Juli 2025 in St. Märgen. Von 16.30 bis 21.00 Uhr lädt das Herdenschutzprojekt Südschwarzwald alle Tierhalter:innen von Rindern, Schafen und Ziegen herzlich auf den Langenhof der Familie Göppert ein.
Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich über praxisnahe Lösungen für eine zukunftsfähige Weidetierhaltung informieren möchten – von der passenden Zauntechnik über Fördermöglichkeiten bis hin zu aktuellen Entwicklungen im Herdenschutz. Ein Schwerpunkt liegt auf der Vor-Ort-Ausstellung namhafter Hersteller und Dienstleister. Mit dabei sind unter anderem Patura KG, Rappa, Gerätetechnik Walter GmbH, AKO Agrartechnik, Bader-Ritter Maschinen GmbH und Schuler Landtechnik GmbH, die ihre neuesten Produkte für die Erstellung, Planung und Instandhaltung von Mobil- und Festzäune sowie wolfsabweisende Zäunung präsentieren.
Ergänzt wird das Programm durch Infostände von Expert:innen der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt, der Unteren Naturschutzbehörde, des BLHV-Versicherungsservice sowie der Molkerei Schwarzwaldmilch und des Bioverbandes Naturland – eine ideale Gelegenheit für persönlichen Austausch und fachliche Beratung.
Höhepunkt des Abends sind drei geführte Rundgänge um 16.30 Uhr, 18.00 Uhr und 19.30 Uhr, bei denen Technik im Einsatz gezeigt, Praxistipps gegeben und Erfahrungen ausgetauscht werden.
Für das leibliche Wohl sorgt der Ortsverein des BLHV St. Märgen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, Parkmöglichkeiten sind ausgeschildert.
„Wir freuen uns auf einen informativen Abend mit regem Austausch, neuen Kontakten und vielen Ideen für eine zukunftsfähige Weidetierhaltung“, sagt Rebecca Müller, Projektkoordinatorin des Herdenschutzprojekts Südschwarzwald.
Mehr zum Herdenschutzprojekt
Auf ausgewählten Flächen im Südschwarzwald werden seit Oktober 2023 insgesamt vier Jahre lang bei 15 Pilotbetrieben geeignete präventive Herdenschutzmaßnahmen erprobt, wobei auf individuelle Lösungen gesetzt wird. Das Vorhaben soll Umsetzungshindernisse und praktische Fragestellungen klären sowie die Unterstützung der landwirtschaftlichen Betriebe optimieren. Dabei werden die individuellen Gegebenheiten vor Ort beachtet und neue Ideen gesammelt. Die Erfahrungswerte der Betriebe sowie anderweitige Maßnahmen, die im Projekt getestet werden, fließen in den Austausch mit der Politik ein. Mit einer gezielten Öffentlichkeitsarbeit für Gemeinden und Landwirtschaftsbetriebe auf verschiedenen Kommunikationskanälen wird wichtige Aufklärungsarbeit geleistet.
Projektträger, fachliche Unterstützung und Förderung
Der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband e.V. (BLHV) bündelt und vertritt die bäuerlichen Interessen von über 16.000 Mitgliedern in Südbaden gegenüber Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Er bietet Dienstleistungen an und stärkt ländlichen Raum und mittelständig orientierte Politik. Der Naturpark Südschwarzwald e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die landwirtschaftlich geprägte Mittelgebirgsregion im Südwesten Deutschlands mit seiner großen kulturellen und biologischen Vielfalt als einzigartigen Lebensraum zu erhalten und weiterzuentwickeln. Zur besonderen Natur- und Kulturlandschaft gehört auch die landwirtschaftliche Nutzung. Die Erzeugergemeinschaft Schwarzwald Bio-Weiderind setzt sich aus ca. 180 biologisch wirtschaftenden Betrieben zusammen. Sie steht für hochwertiges Rindfleisch in Bio- Qualität und eine faire Zusammenarbeit. Die Rinder stehen von Mai bis Oktober auf der Weide und alle Betriebe sind nach aktuellen ÖKO-Verordnungen zertifiziert.
Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) betreut das Wolfsmonitoring des Landes, ist Ansprechpartnerin für Luchs und Wolf (Sichtungen, Risse, etc.) und koordiniert die Herdenschutzberatungen. Zusammen mit dem Landwirtschaftlichen Zentrum Baden-Württemberg (LAZBW) unterstützen sie das Projekt in fachlicher Hinsicht.
Herbst: Balzzeit der Fledermäuse
Der Herbst ist für Fledermäuse eine besondere Zeit: Sie planen ihren Nachwuchs und bereiten sich auf ihre Winterquartiere vor. Manchmal reisen sie dafür sehr weit. Die winzigen Säugetiere haben unglaubliche Fähigkeiten, zeigen kuriose Verhaltensweisen und haben fast „Supermannqualitäten“.
Jetzt im Oktober sind sie noch zu beobachten: Fledermäuse jagen bei Dämmerung und in der Nacht durch die Luft. Geschäftig flattern die neben den Flughunden einzigen flugfähigen Säugetiere der Welt umher und futtern, was die Luft an Insekten bietet, um sich später möglichst gesund und rund durch den Winter schlafen zu können.
Die kleinen Flattertiere haben eine Menge Erstaunliches auf Lager. Dass die Tiere Echolot zum Orten ihrer Nahrung nutzen, ist vielen bekannt. Aber auch die Brautwerbung geschieht per Ultraschall und das nicht etwa im Frühling, sondern im Herbst. Und die sehr kleinen Säuger – unsere größte heimische Fledermaus ist gerade mal 8,5 Zentimeter lang – treten im Herbst eine weite Reise Richtung Süden an. Aber das ist längst nicht alles.
Hirschlausfliege breitet sich aus
In Nordrhein-Westfalen kommen die zeckenähnlichen Parasiten besonders an Waldrändern vor – Medienservice Klima & Gesundheit bietet weitere Hintergrundinfos
Die Hirschlausfliege, auch als "fliegende Zecke" bekannt, verbreitet sich zunehmend in Nordrhein-Westfalen und anderen Bundesländern. Der Biss dieses Insekts, das nicht nur Wildtiere, sondern auch Menschen befällt, kann bis zu 20 Minuten andauern und verursacht Juckreiz, Hautausschläge sowie potenzielle Infektionen. Experten empfehlen, nach einem Biss die Stelle zu desinfizieren und ärztlichen Rat einzuholen. Aufgrund des Klimawandels ist der Parasit immer früher im Jahr und nicht erst im Spätsommer unterwegs. Besondere Vorsicht ist in Nordrhein-Westfalen an Waldrändern geboten.
Jubelbild in Blühoase knipsen und bei Wettbewerb punkten
Deutschland summt!-Pflanzwettbewerb 2024 nimmt noch bis 31. Juli Beiträge an
der Deutschland summt!- Pflanzwettbewerb der Stiftung für Mensch und Umwelt steuert auf die Zielgerade zu. Noch bis Ende des Monats können bundesweit ALLE Interessierten die Schaufel schwingen und Flächen insektenfreundlich gestalten. Über 120 Hektar sind auf der Online-Plattform bereits registriert. Wer mitmacht, tut nicht nur der biologischen Vielfalt etwas Gutes. Neben Geld- und Sachpreisen winkt auch eine Einladung zur Prämierungsfeier nach Berlin. Jetzt informieren und mitmachen!
Es ist noch nicht zu spät, um einen gelungenen Wettbewerbsbeitrag zu starten! Auch in kurzer Zeit können Interessierte zum Beispiel Beete und Balkons mit heimischen Wildpflanzen bepflanzen, Insekten-Nisthilfen errichten, eine kleine Wasserstelle anlegen und Totholz integrieren. „Ebenso flott lassen sich Aktions- und Jubelfotos erstellen. Die nimmt die Jury genauso wichtig wie die Pflanzaktion. Die Bilder helfen, den Funken der Begeisterung auch auf andere Menschen überspringen zu lassen. Das ist ein ganz wesentliches Element dieses Wettbewerbs“, betont Julia Sander, Leiterin des Deutschland summt!-Pflanzwettbewerbs.