Vor wenigen Tagen hat der Klimawandeldienst Copernicus veröffentlicht, dass 2024 die globale Durchschnittstemperatur erstmals 1,6 Grad über dem vorindustriellen Niveau lag. 2024 war somit global das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, sprich seit 1850. Was heißt das nun für das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Übereinkommens? VDI-Expertin Dipl.-Geogr. Catharina Fröhling gibt eine Einschätzung und verweist auf die Wichtigkeit technischer Regelsetzung.
"Wir kommen dem 1,5-Grad-Ziel bedrohlich nahe“
"Die Daten aus 2024 zeigen, dass wir dem 1,5-Grad-Ziel bedrohlich nahekommen und verdeutlicht zugleich: Wir müssen dringend und fokussierter handeln", sagt Catharina Fröhling. Sie leitet im VDI das Fokusthema Klimaanpassung.
Waldshut-Tiengen — Aufgrund der anhaltenden Trockenheit sind Wasserentnahmen aus Gewässern in Teilen des Landkreises nur noch eingeschränkt zulässig. Für den Kotbach gilt bereits ab sofort ein Verbot der Wasserentnahme. Wenn die Gewässer im Landkreis wegen großer und langanhaltender Trockenheit kritische Pegelstände erreichen, darf aus ihnen kein Wasser mehr entnommen werden. Das Landratsamt Waldshut hat dazu im am 07.08.2024 die beiden Rechtsverordnungen aus dem Jahr 2022 zu einer Rechtsverordnung zusammengefasst. Diese Rechtsverordnung ist seit 10.08.2024 in Kraft getreten.
Ob kritische Pegelstände erreicht sind, wird anhand von drei Referenzpegelständen beurteilt, denen umliegende Gemeinden und Städte zugeordnet sind:
- Der Pegel der Hauensteiner Alb in St. Blasien (20 cm),
- der Pegel der Wutach in Oberlauchringen (55 cm) und
- der Pegel des Kotbachs in Oberlauchringen (15 cm).
Aktuell ist der kritische Pegel(Wasser-)stand am Kotbach bereits erreicht. Damit gilt für die zugeordneten Gemeinden ein sofortiges Wasserentnahmeverbot.
Die Öko-Feldtage 2025, veranstaltet von der FiBL Projekte GmbH, finden am 18. und 19. Juni auf dem Ökobetrieb Wassergut Canitz nahe Leipzig statt.350 Ausstellende laden dazu ein, sich über neue Produkte, Dienstleistungsangebote sowie Forschungsergebnisse zu allen Themen rund um die nachhaltige Landwirtschaft zu informieren.Das Fachprogramm der Öko-Feldtage mit fast300 Programmpunkten ist ab sofort online auf der Websitewww.oeko-feldtage.de einsehbar.
In vielen Programmangeboten spiegelt sich das diesjährige Schwerpunktthema Wasser wider, zum Beispiel bei den Führungen zum Wasserwerk Canitz wie auch auf der Sonderfläche Bewässerungstechnik. Allein 44 Beiträge und Führungen fokussieren das Thema Wasser. Die diesjährige Gastgeberin, das Wassergut Canitz, ein Tochterunternehmen der Leipziger Wasserwerke, präsentiert zusammen mit Projektpartnern, wie Landwirtschaft und Trinkwasserschutz in Einklang gebracht werden können. An deren Stand „Treffpunkt Wassergut“ werden praktische Maßnahmen zu wasserschutzgerechtem Ackerbau, umweltschonender Tierhaltung sowie aktuelle Forschungsprojekte vorgestellt. Dazu zählen der Saugplattenversuch, der Kompostierungsstall sowie der energieeffiziente Einsatz von Landmaschinen.
Veranstaltung blickt auf alternative Energiequellen
Zum 21. Mal findet die Tagung „Energiesysteme im Wandel – Chancen für die Region“ auf der Insel Mainau statt. Die Tagung am 19. und 20. September stellt Interessierten Fortschritte in der Wärmewende, kommunale Klimaschutzstrategien sowie alternative Energiequellen vor.
Wärme aus dem Abwasserkanal? Energie aus Bioabfall, Geothermie oder industrielle Abwärme? Neben Solar- und Windenergie finden weitere erneuerbare Energiequellen häufig weniger Beachtung. Die Tagung „Energiesysteme im Wandel – Chancen für die Region“ nimmt sie in diesem Jahr in den Fokus. Unter dem Obertitel „Energiequellen der Region finden und nutzen“ stellen Referentinnen und Referenten Beispiele und Nutzungsstrategien vor. Einen weiteren Schwerpunkt bilden kommunale Klimaschutz- und Wärmewendestrategien.
Vorsicht, Zuckerfalle! Jeder Dritte kann nicht auf Süßigkeiten verzichten - doch auch wer keine Naschkatze ist, nimmt häufig zu viel Zucker zu sich und riskiert Gesundheitsschäden
Leverkusen - Zucker ist süß und schmeckt gut. Das Problem: Wir verzehren zu viel davon und es entstehen in der Folge Krankheiten wie etwa Diabetes, Adipositas oder Gefäßverkalkung. Die pronova BKK warnt vor einem übermäßigen Zuckerkonsum und ruft zum bewussteren Umgang mit dem Nährstoff auf.
Eine gesunde, ausgewogene Ernährung, viel Bewegung und ausreichend Schlaf: Wenn sehr betagte Menschen nach dem Erfolgsrezept für ihr Rekord-Alter gefragt werden, gehören diese Angaben meistens dazu. In Deutschland haben viele allein schon mit der Ernährung ein Problem. Sie essen zu süß. Durchschnittlich 87 Gramm Zucker nehmen Frauen und Männer täglich zu sich, das sind circa 25 Würfel. Empfehlenswert sind jedoch nur 25 Gramm, also sieben Zuckerwürfel.
Der Bodentag in Stühlingen zeigt, wie sich die Wasserspeicherfähigkeit der Böden verbessern, Nährstoffverluste verringern und die Bodenfruchtbarkeit langfristig sichern lässt.
Stühlingen-Lausheim – Was hat der Boden mit gutem Trinkwasser zu tun? Mehr, als viele denken. Wenn Böden Nährstoffe nicht richtig speichern, gelangen sie ins Grundwasser – und das kann die Wasserqualität beeinträchtigen. Genau hier setzt das Pilotprojekt „Freiwilliger Wasserschutz“ in Stühlingen an. Am 13. Dezember 2025 lud der Naturpark Südschwarzwald e. V. Landwirtinnen und Landwirte zum Bodentag ins Gasthaus Kranz in Lausheim ein, um gemeinsam Wege zu finden, wie Böden besser Wasser speichern und Nährstoffverluste verringert werden können. Etwa 30 Personen folgten der Einladung. Mit Fachvorträgen und praktischen Versuchen zeigten die Referenten, wie eine gesunde Bodenstruktur nicht nur die Erträge sichert, sondern auch das Trinkwasser schützt.
Das Jahr 2023 wird wohl vielen wegen des Streits um das Gebäudeenergiegesetz in Erinnerung bleiben. Die aufgeregte Diskussion sorgte für viel Unsicherheit, was dem eigentlichen Anliegen nicht wirklich diente. Eigentlich ging es darum, einen Fahrplan zum klimaneutralen Heizen zu beschließen. Für den Umstieg haben Immobilienbesitzer noch viel Zeit.
Schnelle Entscheidung wird gefördert
Ein rascher Umtausch der Heizung könnte aus verschiedenen Gesichtspunkten heraus interessant sein. Aufgrund der steigenden CO₂-Bepreisung dürften die Kosten für fossile Energieträger in den kommenden Jahren deutlich steigen. In der Schweiz gibt es je nach Kanton unterschiedliche Förderprogramme. In Deutschland war eine üppige Förderung geplant, die nun jedoch schmaler auszufallen droht als ursprünglich erhofft. Nachdem das Bundesverfassungsgericht den Bundeshaushalt für 2024 als grundgesetzwidrig eingestuft hat, wurde die Bearbeitung aller Förderanträge ausgesetzt.
Dennoch tritt das Gebäudeenergiegesetz in Kraft. Ab 2024 dürfen demnach in Gebäude nur noch Heizungen eingebaut werden, die zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Ein Austausch ist jedoch nur nötig, wenn die alte Anlage so kaputt ist, dass sich eine Reparatur nicht mehr lohnt.
Die Wahl der richtigen Heizungsart
sind für Flächen-, Fußboden- und Wandheizungen geeignet. Das Gebäude sollte für den Einbau einer Wärmepumpe mindestens nach dem Standard EH 70 gedämmt sein.
Wärmeplanung abwarten
Bevor jemand eine funktionsfähige Heizung aus dem Keller reißt, ist es empfehlenswert, die Wärmeplanung der Kommune abzuwarten. Hier ist die einfachste Lösung der Anschluss an das Fernwärmenetz. Um die Wartung und Erneuerung der Heizanlage muss sich der Immobilienbesitzer dann nicht mehr kümmern.
Erfolgt kein Anschluss an das Fernwärmenetz, ist möglicherweise eine Pelletheizung eine Alternative zur Wärmepumpe. Bei der Verbrennung von Holz entsteht nur so viel Kohlendioxid, wie der Baum vorher aus der Atmosphäre aufgenommen hat. Damit ist die Pelletheizung klimaneutral. Ideal ist die Verwendung von Holzabfällen. Keine Alternative sind dagegen Nachtspeicherofen und andere Elektroheizung. Ihr Einsatz ist klimaschädlich und ineffizient.
Fazit
Der Austausch alter Heizsysteme auf der Basis von fossilen Energieträgern ist nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz. Angesichts steigender Preise für Öl und Gas ist eine solche Entscheidung auch aus ökonomischen Gründen sinnvoll. Dies gilt besonders, weil der Umstieg aktuell stark gefördert wird. Für den Austausch stehen verschiedene Systeme zur Verfügung. Die Wahl hängt auch vom energetischen Sanierungsstadt des Gebäudes ab.
Eine wichtige Frage, welche Heizung für eine Immobilie infrage kommt, ist der Grad der Dämmung. Bei einem gut isolierten Haus wird weniger Energie benötigt, um eine behagliche Zimmertemperatur zu erreichen. In Deutschland gibt es dazu den Effizienzhaus-Standard. Der Referenzwert ist EH 100. EH 70 benötigt beispielsweise nur 70 Prozent der Energiemenge von EH 100. Diese Werte wurden von der KfW für die Einstufung in Förderklassen erfunden. Sie sind aber auch bei der Wahl von Heizungsanlagen hilfreich.
Die Wärmepumpe
In Deutschland ist sie unberechtigt in Verruf gekommen. Die Wärmepumpe basiert auf der Restwärme, die sie je nach Bauart aus der Luft, dem Boden oder dem Grundwasser bezieht. Für eine effiziente Arbeit sollte das Heizsystem mit einer Vorlauftemperatur von 35 bis 40 Grad auskommen. Es gibt jedoch auch schon Varianten, die 55 oder gar 70 Grad erreichen. Je schlechter die Dämmung ist, umso höher muss die Heiztemperatur für ein behagliches Raumklima sein.
Das Wasser im Heizsystem wird durch einen Wärmetauscher erwärmt. Idealerweise kommt der Strom dafür aus der hauseigenen PV-Anlage. Wärmepumpen arbeiten auch bei mitteleuropäischem Frost zuverlässig, allerdings benötigen sie dann etwas mehr Strom. Sie